01.09.2022 17:47:40
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XETRA-SCHLUSS/DAX schwach mit Wachstums- und Rezessionssorgen
FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt stand auch am Donnerstag unter Abgabedruck. Zinssorgen in den USA, eine wahrscheinliche Rezession in Europa und eine wirtschaftliche Talfahrt in China lieferten kein günstiges Umfeld für Aktien, hieß es im Handel. Schwache Daten kamen erneut aus China. Dort ist die Industrie im August geschrumpft, wie der von Caixin und S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex offenbarte.
Ein besserer ISM Index stützt nicht
Besser als erwartet fiel derweil der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe für August in den USA aus. Dieser stützte aber nicht, sondern schürte im Gegenteil vielmehr die Sorgen der Anleger über ein verschärftes geldpolitisches Vorgehen der US-Notenbank. Fed-Chairman Jerome Powell hatte unlängst erklärt, dass der Kampf gegen die Inflation mit wirtschaftlichen Schmerzen verbunden sein werde. Der DAX verlor 1,6 Prozent auf 12.630 Punkte. Das Jahrestief bei 12.391 Punkten rückt damit in Sichtweite.
Lufthansa fielen mit einem Abschlag von 3,1 Prozent auf. Dass es so schnell zu einem Warnstreik kommen werde, sei nicht erwartet worden, hieß es im Handel zur Ankündigung der Pilotengewerkschaft VC für Freitag. "Diesmal könnte eine lange und harte Streikphase drohen, weil die Forderungen extrem hoch sind", kommentierte ein Händler: Die VC will neben der aktuellen Anhebung künftig auch in jedem Jahr eine automatische Lohnerhöhung in Inflationshöhe. Auf so etwas dürfe sich die Fluggesellschaft keinesfalls einlassen, sagte der Händler. Die Lufthansa hat angekündigt, insgesamt am Freitag 800 Flüge in Frankfurt und München zu streichen.
Covestro verloren mit 1,8 Prozent ebenfalls deutlicher als der Gesamtmarkt. Belastend werteten Händler hier Aussagen, man sei auf der Suche nach Einsparmöglichkeiten beim Energieverbrauch. "Das ist zwar vernünftig, führt dem Markt aber noch einmal vor Augen, dass Covestro unter den DAX-Werten einer der Hauptleidtragenden der Energiekrise ist", kommentierte ein Händler.
Zalando könnte bald neue Konkurrenz erwachsen
Zalando fielen um 4,6 Prozent. Hier sind Sorgen vor dem möglichen Markteintritt eines neues Wettbewerbers aufgekommen. Die Lazada Group, ein Teil der Holding von Alibaba, hat vor, nach ihrem Erfolg in Asien auch in Europa einzusteigen. "Schon ein kleiner Kundenverlust würde aber vorteilhafte Skaleneffekte bei Zalando zunichte machen", sagte ein Händler. Dies komme zum ungünstigsten Zeitpunkt, da die Profitabilität der Onlinehändler im Fokus der professionellen Anleger stehe.
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INDEX zuletzt +/- % +/- % YTD
DAX 12.630,23 -1,6% -20,49%
DAX-Future 12.634,00 -1,7% -20,14%
XDAX 12.635,96 -1,4% -20,27%
MDAX 24.415,91 -3,2% -30,49%
TecDAX 2.861,27 -2,1% -27,01%
SDAX 11.586,43 -2,3% -29,41%
zuletzt +/- Ticks
Bund-Future 147,59 -11
Index Gewinner Verlierer unv. Umsatz Mio Euro Mio Aktien Vortag
DAX 4 36 0 2.761,5 62,5 84,0
MDAX 2 48 0 537,2 35,6 39,3
TecDAX 1 29 0 646,6 22,6 29,5
SDAX 7 62 1 120,3 8,1 6,4
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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com
DJG/mpt/ros
(END) Dow Jones Newswires
September 01, 2022 11:47 ET (15:47 GMT)
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Lufthansa AG | 6,82 | 2,40% |
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Zalando | 36,71 | -2,42% |
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Indizes in diesem Artikel
DAX | 22 794,11 | 1,71% |