Kein "Meme-Stock" 28.02.2025 20:06:01

Warum die Palantir-Aktie erstmal nicht gesplittet werden dürfte

Warum die Palantir-Aktie erstmal nicht gesplittet werden dürfte

• Palantir profitiert massiv von KI-Hype
• Palantir-Aktie mit beeindruckender Performance
• Aktiensplit könnte mühsam aufgebauten Ruf untergraben

Das Datenanalyseunternehmen Palantir konnte maßgeblich von dem Hype rund um künstliche Intelligenz, der die letzten Jahre bestimmte, profitieren. So entwickelte sich Unternehmen vom geheimnisumwobenen Techspezialisten, der insbesondere wegen seiner Regierungsaufträge Aufmerksamkeit erlangte, zum etablierten KI-Profiteur, der mittlerweile auch mit anderen alteingesessenen Techriesen wie Amazon und Microsoft Geschäftsbeziehungen unterhält.

Palantir-Aktie mit Kursrally

Der Schritt aus den Schatten hat sich insbesondere für die Aktie Palantirs mehr als gelohnt. In weniger als fünf Jahren konnte das Papier mehr als 1.000 Prozent zulegen und hat allein in den letzten zwölf Monaten einen Satz nach oben um 240 Prozent gemacht. Der Aufschwung des Datenanalyse-Experten hat ihm den Weg in die Liga der Großen geebnet, so gehört Palantir mittlerweile auch dem marktbreiten US-Index S&P 500 an. Der Schritt ist insbesondere dahingehend bedeutsam, als dass Palantir so für institutionelle Investoren interessanter wird. So liegen mehr als die Hälfte der ausstehenden Palantir-Aktien mittlerweile in Händen institutioneller Anleger, wie Reporteros del Sur schreibt.

Kein Split der Palantir-Aktie erwartet

Palantir geriet insbesondere durch den KI-Boom in den Fokus der Anleger. CEO Alex Karp betonte in einer Telefonkonferenz im November 2024 selbst, dass das Unternehmen mit der "ungebremsten KI-Nachfrage" einen "absoluten Volltreffer gelandet" habe. Allerdings fallen KI-Aktien auch häufig durch eine starke Kursvolatilität auf, weshalb Finanzexpertin Lydia Wexler von Reporteros del Sur nicht glaubt, dass Palantir bald einen Aktiensplit in Betracht ziehen dürfe. Schließlich könne eine optische Vergünstigung der Anteilsscheine dazu führen, dass "die Wahrnehmung des hart erarbeiteten Status" geschmälert würde, was wiederum das Vertrauen großer Vermögensverwalter wie Vanguard oder BlackRock in das Datenanalyseunternehmen verringern könnte. Palantir wolle es vermeiden, als "Meme-Stock" abgetan zu werden, schätzt Wexler.

Zudem könnte ein möglicher Aktiensplit zu noch mehr Volatilität führen, da die Palantir-Aktie durch einen Split erschwinglicher, auch für Kleinanleger, werden würde. Dies könne zu einer Welle des spekulativen Handels führen, was auch auf den Marktwert Palantirs drastische Folgen hätte.

Die Techexpertin glaub daher nicht, dass Palantir irgendwelche Schritte unternehmen werde, die den sorgfältig aufgebauten Ruf des Unternehmens untergraben könnten. Nun bleibt nur abzuwarten, ob Wexler mit dieser Einschätzung Recht behält.

Am Freitag notiert die Palantir-Aktie im NASDAQ-Handel zeitweise 2,69 Prozent im Minus bei 82,49 US-Dollar.

Redaktion finanzen.at

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