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11.03.2015 15:41:33

Lufthansa signalisiert Piloten Entgegenkommen

   Von Archibald Preuschat

   FRANKFURT (Dow Jones)--Im schwelenden Tarifkonflikt zwischen der Lufthansa und den in der Vereinigung Cockpit organisierten Piloten signalisiert das Management der Airline Entgegenkommen. Die Pilotengewerkschaft ihrerseits betont, dass es "jederzeit zu weiteren Streiks kommen kann".

   Die Lufthansa ließ am Mittwoch wissen, dass man den Piloten in der strittigen Frage der Übergangsversorgung entgegen kommen könnte. Bislang können Piloten bei der Lufthansa mit 55 Jahren in den Vorruhestand gehen und erhalten bis zum Erreichen des gesetzlichen Rentenalters einen nach Dienstjahren gestaffelten Prozentsatz ihres bisherigen Gehalts.

   Die Lufthansa möchte, dass Piloten künftig erst mit 60 Jahren in den Vorruhestand gehen können und begründet dies mit der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Wettbewerbern, die zu geringeren Kosten fliegen. Die Vereinigung Cockpit ist strikt dagegen und fordert die Beibehaltung der sogenannten Übergangsversorgung auch für Piloten, die nach dem 1. Januar 2014 zur Lufthansa gekommen sind oder noch kommen werden. In diesem Punkt sei man noch weit voneinander entfernt, heißt es von der Lufthansa.

   Ein Sprecher von Cockpit bestätigte auf Nachfrage, dass die Gewerkschaft eine Einladung zu weiteren Gesprächen erhalten habe, wollte sich zu Terminen aber nicht äußern. Nach Angaben der Lufthansa könnten diese bereits am morgigen Donnerstag fortgesetzt werden.

   Zwar richten sich die Arbeitskampfmaßnahmen der Gewerkschaft gegen Einschnitte bei der Übergangsversorgung. Den Piloten sind aber auch Pläne von Lufthansa-Chef Carsten Spohr ein Dorn im Auge, im Konzern die Billigflug-Aktivitäten von Eurowings deutlich auszuweiten. Eurowings soll ab Herbst auch Langestreckenflüge durchführen. Spohr will so besser mit den Fluggesellschaften aus der Golfregion wie auch den europäischen Billigfliegern wie Ryanair oder Easyjet konkurrieren. Diese Rechnung kann allerdings nur aufgehen, wenn das Personal an Bord weniger verdient als die Kollegen, die dem Lufthansa-Konzerntarifvertrag unterliegen, bei Lufthansa Passage und Cargo sowie Germanwings.

   Um im Kerngeschäft Lufthansa Passage Wachstum zu ermöglichen und 500 neue Pilotenstellen zu schaffen, sollen nach Vorstellung des Managements die Piloten künftig seltener Gehaltssprünge und ein niedrigeres Endgehalt erhalten. Diese Vorstellungen sind aber kein Junktim mit der Übergangversorgung, heißt es seitens der Airline. Verhandelt wurde darüber bislang nicht.

   Auch einer Gesamtschlichtung stellt sich das Lufthansa-Management nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber. Über das Prinzip Billigflieger-Wings-Konzept will die Führung aber nicht verhandeln, da es sich um "unternehmerische Entscheidungen" handele. Die Vereinigung Cockpit hatte ihre Forderung nach einer Gesamtschlichtung zuletzt am Dienstag wiederholt.

   Durch den Konflikt über die Übergangsversorgung ist es im vergangenen Jahr zu zehn und in diesem Jahr bereits zu einem Streik gekommen, der die Airline bislang mehr als 220 Millionen Euro gekostet hat. Wegen der Arbeitskämpfe mussten Unternehmensangaben zufolge bislang 7.700 Flüge gestrichen werden, wodurch 870.000 Passagiere betroffen waren.

   Kontakt zum Autor: archibald.preuschat@wsj.com

   DJG/apr/smh

   (END) Dow Jones Newswires

   March 11, 2015 10:11 ET (14:11 GMT)

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