Schnelle Erholung erwartet 24.06.2020 17:56:00

Infineon-Aktien profitieren im schwachen DAX wenig von Analystenstudie

Infineon-Aktien profitieren im schwachen DAX wenig von Analystenstudie

Die Infineon-aktien legten am Mittwoch im XETRA-Handel zeitweise um gut 2 Prozent auf 21,215 Euro zu. Dann bremsten deutliche Gewinnmitnahmen im DAX den Anstieg der Halbleiterpapiere aus und sie fielen zurück. Zum Handelsende gehörten sie dennoch zumindest zu den relativen Gewinnern im deutschen Leitindex und verbuchten ein vergleichsweise kleines Minus von 1,73 Prozent bei 20,42 Euro.

Anzeichen einer Erholung der weltweiten Autobranche sowie der Trend zur Elektromobilität stimmen die US-Bank JPMorgan zuversichtlich für Infineon. Analyst Sandeep Deshpande stufte die Aktie des Chipherstellers in einer am Mittwoch vorliegenden Studie daher von "Neutral" auf "Overweight" hoch. Zudem traut er ihr mit seinem neuen, von 18,50 auf 28,00 Euro angehobenen Kursziel für den Zeitraum bis Ende Juni 2021 eine Rückkehr auf das Niveau von 2002 zu. Das Kurspotenzial läge damit aktuell bei rund 35 Prozent.

Es gebe zunehmend mehr Hinweise auf eine weltweite Erholung der für Infineon wichtigen Autobranche, schrieb Deshpande und verwies auf die bereits steile Erholung in China seit März und eine ähnliche Tendenz in den USA. Zwar seien die Daten außerhalb dieser beiden Regionen alles andere als stark, doch seien dies die wichtigsten Märkte, was ihn zuversichtlich mit Blick auf Halbleiter für die Autoindustrie stimme.

Zudem erwartet der Experte, dass die Konjunkturpakete in Europa gegen die Corona-Krise den Trend zur Elektrifizierung beschleunigen werden. Hiervon profitiere gerade Infineon.

Für das laufende Geschäftsjahr bleibt Deshpande zwar vorsichtig und erwartet, weshalb er seine Schätzung für den Automotive-Bereich (Stand-alone) senkte. Vom folgenden Geschäftsjahr an jedoch dürfte die Auftragsdynamik in dieser Sparte wieder an Schwung gewinnen.

Gemäß der Einstufung "Overweight" geht JPMorgan davon aus, dass sich die Aktie in den kommenden sechs bis zwölf Monaten besser als der jeweilige Sektor entwickeln wird.

/ck/jsl/mis

Analysierendes Institut JPMorgan.

Veröffentlichung der Original-Studie: 23.06.2020 / 23:04 / BST

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 24.06.2020 / 00:15 / BST

/ dpa-AFX

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Bildquelle: Sean Gallup/Getty Images,Infineon

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