Visa Aktie
WKN DE: A0NC7B / ISIN: US92826C8394
Euro am Sonntag-Analyse |
28.08.2016 06:11:30
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Wirecard-Aktie: Hier ist noch mehr drin!
von Florian Westermann, Euro am Sonntag
Dieser Mann hat Nerven wie Stahl. Gemeint ist Wirecard-Chef Markus Braun. Nach Betrugsvorwürfen eines dubiosen Analysehauses rauschte der Aktienkurs des Bezahlungsabwicklers Anfang des Jahres in den Keller. Braun griff ins fallende Messer und kaufte Wirecard-Aktien im Wert von über 26 Millionen Euro zu. Der Vertrauensbeweis kostete den Wirecard-Boss zeitweise rund sieben Millionen Euro. Heute - und womöglich nach vielen schlaflosen Nächten - zahlt sich diese Kaltschnäuzigkeit aus. Der Wirecard-Lenker blickt auf einen Buchgewinn von über einer Million Euro.
Dass sich Braun bald von einem Teil seines 360 Millionen Euro schweren Aktienpakets trennt, ist unwahrscheinlich. Die jüngsten Geschäftszahlen, deren Eckdaten bereits grob bekannt waren, untermauern Brauns Zuversicht. Im zweiten Quartal steigerten die Aschheimer ihre Erlöse um ein Drittel auf 241 Millionen Euro. Der operative Gewinn (Ebitda) stieg um fast 35 Prozent auf gut 70 Millionen. Wirecard verdient beispielsweise an Gebühren beim Onlinehandel und profitiert damit vom Shopping-Boom im Internet. Nach Steuern erwirtschaftete Wirecard 130 Millionen Euro - ein kräftiges Plus von 300 Prozent.
Die Gewinnvervielfachung ist allerdings auf einen positiven Sondereffekt zurückzuführen. Durch den Verkauf seiner Anteile an dem Kreditkartenanbieter Visa Europe fuhr das TecDAX-Schwergewicht einen Finanzertrag von 92 Millionen Euro ein. Der amerikanische Kreditkartenkonzern Visa hatte seine Europa-Sparte vor dem eigenen Börsengang 2007 abgestoßen, sie nun aber von einem europäischen Bankenkonsortium wieder zurückgekauft. In diesem mehrere Tausend Banken umfassenden Konsortium war auch Wirecard vertreten.
Neben der voranschreitenden Expansion in den Nahen Osten, nach Südostasien und Lateinamerika sorgt vor allem der Markteintritt in den USA für Fantasie.
Im Juni vereinbarte Braun die Übernahme des Prepaid-Kartengeschäfts der US-Großbank Citigroup für eine nicht genannte Summe. Im kommenden Jahr soll die Sparte mehr als 20 Millionen Dollar (17,6 Millionen Euro) zum operativen Ergebnis beisteuern. Braun setzt mit der Übernahme darauf, dass sich Prepaidkarten als schnelle und kostengünstige Zahlungsmethode immer stärker durchsetzen und die in den USA noch weit verbreiteten Schecks ersetzen.
Wirecards Expansionsdrang ist offenbar nicht unbemerkt geblieben. In den vergangenen Wochen kamen immer wieder Gerüchte über eine Beteiligung eines chinesischen Konzerns an Wirecard auf. Auch eine Übernahme scheint nicht völlig ausgeschlossen. Für Braun würde sich der mutige Zukauf Anfang des Jahres dann noch mehr bezahlt machen.
Dieser Mann hat Nerven wie Stahl. Gemeint ist Wirecard-Chef Markus Braun. Nach Betrugsvorwürfen eines dubiosen Analysehauses rauschte der Aktienkurs des Bezahlungsabwicklers Anfang des Jahres in den Keller. Braun griff ins fallende Messer und kaufte Wirecard-Aktien im Wert von über 26 Millionen Euro zu. Der Vertrauensbeweis kostete den Wirecard-Boss zeitweise rund sieben Millionen Euro. Heute - und womöglich nach vielen schlaflosen Nächten - zahlt sich diese Kaltschnäuzigkeit aus. Der Wirecard-Lenker blickt auf einen Buchgewinn von über einer Million Euro.
Dass sich Braun bald von einem Teil seines 360 Millionen Euro schweren Aktienpakets trennt, ist unwahrscheinlich. Die jüngsten Geschäftszahlen, deren Eckdaten bereits grob bekannt waren, untermauern Brauns Zuversicht. Im zweiten Quartal steigerten die Aschheimer ihre Erlöse um ein Drittel auf 241 Millionen Euro. Der operative Gewinn (Ebitda) stieg um fast 35 Prozent auf gut 70 Millionen. Wirecard verdient beispielsweise an Gebühren beim Onlinehandel und profitiert damit vom Shopping-Boom im Internet. Nach Steuern erwirtschaftete Wirecard 130 Millionen Euro - ein kräftiges Plus von 300 Prozent.
Die Gewinnvervielfachung ist allerdings auf einen positiven Sondereffekt zurückzuführen. Durch den Verkauf seiner Anteile an dem Kreditkartenanbieter Visa Europe fuhr das TecDAX-Schwergewicht einen Finanzertrag von 92 Millionen Euro ein. Der amerikanische Kreditkartenkonzern Visa hatte seine Europa-Sparte vor dem eigenen Börsengang 2007 abgestoßen, sie nun aber von einem europäischen Bankenkonsortium wieder zurückgekauft. In diesem mehrere Tausend Banken umfassenden Konsortium war auch Wirecard vertreten.
Positiver Blick nach vorn
Für das zweite Halbjahr gibt sich Braun äußerst zuversichtlich. Der Manager rechnet mit einer ausgesprochen positiven Geschäftsentwicklung und bekräftigte die bisherige Prognose. Demnach peilt Wirecard einen operativen Gewinn von 290 bis 310 Millionen Euro an.Neben der voranschreitenden Expansion in den Nahen Osten, nach Südostasien und Lateinamerika sorgt vor allem der Markteintritt in den USA für Fantasie.
Im Juni vereinbarte Braun die Übernahme des Prepaid-Kartengeschäfts der US-Großbank Citigroup für eine nicht genannte Summe. Im kommenden Jahr soll die Sparte mehr als 20 Millionen Dollar (17,6 Millionen Euro) zum operativen Ergebnis beisteuern. Braun setzt mit der Übernahme darauf, dass sich Prepaidkarten als schnelle und kostengünstige Zahlungsmethode immer stärker durchsetzen und die in den USA noch weit verbreiteten Schecks ersetzen.
Wirecards Expansionsdrang ist offenbar nicht unbemerkt geblieben. In den vergangenen Wochen kamen immer wieder Gerüchte über eine Beteiligung eines chinesischen Konzerns an Wirecard auf. Auch eine Übernahme scheint nicht völlig ausgeschlossen. Für Braun würde sich der mutige Zukauf Anfang des Jahres dann noch mehr bezahlt machen.

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