Optimismus für 2014 |
18.03.2014 09:33:49
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Wacker-Aktie legt zu: Keine Strafzölle in China
Die Abwendung von Strafzöllen in China für Reinstsilizium ließ Staudigl sichtlich aufatmen: "Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, bestehende Differenzen über die Preise einvernehmlich im Dialog zu lösen." Der Zwist hatte in jüngster Zeit für erhebliche Unsicherheiten gesorgt. China ist für Wacker der mit Abstand größte Absatzmarkt für Reinstsilizium. Der Konzern und China einigten sich nun auf einen Mindestpreis. Damit wendete Wacker drohende Mengenbeschränkungen ab.
Die Europäische Union (EU) und China hatten sich auf dem Solarmarkt einige Zeit lang einen harten Streit um mögliche Einfuhrzölle und Absatzhürden geliefert. So nahm China die Einfuhr von Solarsilizium unter die Lupe. Zuvor hatte die EU zeitweise Strafzölle auf chinesische Solarmodule auf Druck einiger europäischer Hersteller eingeführt.
Im Gesamtjahr rechnet Wacker nun beim Konzernumsatz mit einem Plus im mittleren einstelligen Prozentbereich. Dabei dürfte der Absatz von Reinstsilizium zulegen und sich auch der Umsatz erhöhen. Der Solarmarkt werde sein Wachstum fortsetzen, erwartet Staudigl. Dennoch gebe es weiter Überkapazitäten. Die Preise für Reinstsilizium dürften sich nur leicht erholen.
Für das Halbleitergeschäft erwartet er im laufenden Jahr einen "substanziellen" Umsatzanstieg. Dabei profitiert Wacker von der Übernahme eines Gemeinschaftsunternehmens. Der erwartete Preisdruck dürfte das Wachstum aber bremsen. Im Chemiegeschäft sieht Staudigl unterdessen "gute Chancen für weiteres Wachstum".
Auch beim operativen Ergebnis erwartet Wacker im laufenden Jahr eine Wende. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) dürfte 2014 um mindestens 10 Prozent steigen. Im abgelaufenen Jahr war es wegen des Preisdrucks im Solar- und Halbleitergeschäft um knapp 15 Prozent auf 679 Millionen Euro abgesackt. Auch beim Gewinn erwartet Wacker im laufenden Jahr mehr. Bereits Anfang Februar hatte Wacker vorläufige Jahreszahlen präsentiert. Der Gewinn war um knapp 95 Prozent auf nur noch 6,3 Millionen Euro eingebrochen, während der Umsatz nur leicht um 3,4 Prozent auf 4,48 Milliarden Euro sank.
Die schwachen Geschäfte schlagen auch auf die Dividende durch. Für das abgelaufene Jahr will Wacker den Aktionären eine Dividende von 50 (Vorjahr: 60) Cent je Aktie ausschütten. Das ist etwas mehr als von Analysten erwartet. Am Finanzmarkt war die Reaktion insgesamt positiv. Die Aktien legten am Morgen um 2,43 Prozent zu. Analyst Peter Spengler von der DZ Bank wertet insbesondere den Ausblick für das laufende Jahr positiv.
/jha/stb
MÜNCHEN (dpa-AFX)
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