Volkswagen Aktie
WKN: 766403 / ISIN: DE0007664039
Verluste ausgeweitet |
05.09.2023 11:59:39
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VW-Aktie wegen Konkurrenzsorgen deutlicher unter Druck - VW will Fahrradleasinggeschäft bis 2030 deutlich ausbauen
Der schon länger bestehende Abwärtstrend hatte sich am vergangenen Freitag beschleunigt, nachdem sich die Schweizer Großbank UBS skeptischen geäußert hatte. Im bisherigen Jahresverlauf summieren sich die Verluste nun auf gut acht Prozent. Seit dem Zwischenhoch im Frühjahr 2021 steht ein Minus von knapp 58 Prozent zu Buche.
So wird laut UBS-Analyst Patrick Hummel der Gegenwind, dem Volkswagen (VW) vz auch in Europa durch chinesische Elektroautos ausgesetzt ist, unterschätzt. Auf globaler Ebene werden die Wolfsburger außerdem am stärksten bedrängt von der zunehmenden Konkurrenz aus China.
Aktuell nun rückt das Thema des wachsenden chinesischen Wettbewerbs durch die Auto- und Verkehrsmesse IAA Mobility in München verstärkt in den Fokus. Chinesische Hersteller drängen mit fortschreitender Elektronachfrage zunehmend auch auf den europäischen Markt, was auf der IAA, traditionell die Hausmesse der deutschen Automarken, sichtbar werden dürfte. Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer vom Marktforscher Center Automotive Research wittert bereits "die IAA der Chinesen" und eine "Zeitenwende, die Europa zum interessanten Markt für chinesische Elektroautos macht".
VW will bis 2030 auf eine Million Leasing-Fahrräder kommen
Volkswagen will nach seinem Einstieg beim Fahrradleasing-Anbieter BMS das neue Geschäftsfeld zügig ausbauen. "Bis 2030 wollen wir in Europa eine Million Fahrräder im Bestand haben", sagte der Chef von Volkswagen Financial Services (VWFS), Christian Dahlheim, am Dienstag am Rande der Automesse IAA Mobility in München. In Europa wolle man dann die Nummer eins im Markt sein.
VW hatte zuvor angekündigt, beim niederländischen Anbieter Bike Mobility Services (BMS) einzusteigen. VWFS werde dort 49 Prozent übernehmen, sagte Dahlheim. VWFS will für BMS dann die komplette Finanzierung der Leasingräder übernehmen. Dies unterscheide sich kaum vom Autoleasing, sagte Dahlheim. "Das ist unser Geschäft."
VWFS arbeitet bereits seit 2019 mit BMS zusammen und vermittelt bisher Anfragen seiner Flottenkunden nach Fahrrädern für deren Belegschaften an die Niederländer. Bisher sind nach Angaben von Dahlheim 12 500 Fahrräder im Bestand.
Wegen des Trends zu teureren E-Bikes rechnet Dahlheim mit einer steigenden Nachfrage nach Finanzierungen in diesem Bereich. "Wir glauben, dass das ein extrem stark wachsendes Geschäft ist. Das hat großes Potenzial." Gerade Unternehmen wollten für ihre Mitarbeiter neben Dienstwagen zunehmend auch Fahrräder anbieten. Das könne VWFS nun aus einer Hand bedienen. "Das ist eine gute Ergänzung unseres Autogeschäfts."
Mit dem BMS-Mutterkonzern Pon arbeitet Volkswagen bereits beim Autovermieter Europcar zusammen. Pon war 2021 einer der Partner, mit dem VW den Autovermieter übernommen hatte. Pon ist auch Importeur von VW-Fahrzeugen in den Niederlanden.
FRANKFURT(dpa-AFX)

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