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12.01.2015 19:35:32

UPDATE: Deutsche Bank präsentiert Investoren im 2. Quartal Strategie

   -- Verkauf der Postbank wird durchgespielt - Kreise

   -- Jahrespressekonferenz verschoben

   -- Zahlenveröffentlichung weiter für den 29. Januar geplant

   Von Eyk Henning

   FRANKFURT--Die Deutsche Bank will im Frühjahr über die Ergebnisse einer strategischen Überprüfung der Bank-Strategie berichten, wie aus einem internen Schreiben der Vorstandsvorsitzenden Anshu Jain und Jürgen Fitschen hervorgeht, in das das Wall Street Journal Einblick hatte. Derzeit wird in der Bank jeder Stein umgedreht, auch ein Verkauf der Postbank werde durchgespielt, sagten mit dem Vorgang vertraute Personen.

   Die bisherige Strategie 2015+ war auf drei Jahre angelegt. Sie läuft dieses Jahr aus. In einer Nachricht an die Mitarbeiter schreiben die beiden Co-Vorstände, sie arbeiteten "fleißig an der nächsten Phase unserer Strategie". Weitere Details wurden nicht bekannt.

   Die Deutsche Bank kündigte am Montag zudem an, dass die Jahrespressekonferenz ebenfalls auf den für das zweite Quartal ins Auge gefassten Termin verschoben werde, ein Termin wurde nicht genannt. Die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr will die Bank weiterhin wie geplant am 29. Januar bekanntgeben.

   Die Vorstellung des neuen Strategieplans wird eine wichtige Weichenstellung für Jain und Fitschen sein, die Mitte 2012 das Erbe von Josef Ackermann bei Deutschlands größter Bank angetreten sind. Beide stehen unter Druck, rasch die Profitabilität zu verbessern. Der Aktienkurs der Deutschen Bank hinkte dem internationaler Wettbewerber in den vergangenen zwölf Monaten hinterher.

   Die bisherige Strategie 2015+ versprach eine Reduzierung von Kosten und Risiken sowie mehr stabile Einnahmequellen. Schließlich sollte auch die interne Geschäftskultur verbessert werden. Erfolg vermeldete die Bank bei der Straffung der Bilanz und der Stärkung der Kapitalbasis. An ihrer Profitabilität müsse sie noch arbeiten, fordern Investoren und Analysten.

   "Wir glauben nicht, dass die Deutsche Bank ihre ehrgeizigen Finanz(Profitabilitäts)ziele erreichen wird", sagte Dirk Becker, Analyst bei Kepler Cheuvreux, jüngst. Er erwarte eine Rendite von 7 Prozent in diesem Jahr und 8,1 Prozent 2016. Die Bank hat sich für 2016 eine Rendite nach Steuern und inklusive Sonderposten von 12 Prozent vorgenommen.

   Mit Blick auf die wachsenden regulatorischen Kosten hatte die Bank ihren Finanzchef im November mit einer neuen Aufgabe betraut. Er übernahm das neu geschaffene Ressort für Strategie und steuert dort unter anderem die langfristige Entwicklung und die Sparmaßnahmen der Bank.

   Eine Option stellt nun offenbar der Verkauf der Postbank dar, sagte eine mit der Strategieüberprüfung vertraute Person. Die Deutsche Bank hatte 2008 mit der Übernahme der Postbank von der Deutschen Post AG begonnen. Das Manager Magazin berichtete im Dezember über eine solche Möglichkeit.

   Ein Sprecher der Deutschen Bank sagte dazu, "es ist unverantwortlich, über eine Veräußerung irgendwelcher Geschäftsbereiche zu spekulieren". Die Bank konzentriere sich auf die Umsetzung ihrer aktuellen Strategie.

   Der Verkauf der Postbank wäre ein bedeutender Strategiewechsel, sollte die Bank der Deutschen Bank doch zur Stärkung des Privatkundengeschäfts verhelfen und die umfassenden Aktivitäten im Investmentbanking, der Vermögensverwaltung und dem Private Banking abrunden. Außerdem wollte die Deutsche Bank auf die Einlagen der Postbank zurückgreifen und auf diese Weise ihre Aktivitäten im Investmentbanking günstig finanzieren, sagten Experten und mit dem Vorgang vertraute Personen.

   Die Rechnung ging nicht auf. Die Finanzmarktaufsicht BaFin verbot der Deutschen Bank den vollen Zugriff auf die Gewinne der Postbank sowie die Konsolidierung der Einlagen, wie informierte Personen sagten. Die Postbank sollte nicht für potenzielle Verluste im Investmentbanking der Deutschen Bank büßen.

   Seit der Finanzkrise fordern Kritiker eine Abtrennung von Investmentbanking und Privatkundengeschäft.

   Einige Wettbewerber der Deutschen Bank wie die italienische UniCredit SpA haben mehr Spielraum bei der Umverteilung von Geldern. UniCredit hat offiziellen Mitteilungen zufolge mehr als 11 Milliarden Euro bei ihrer deutschen Tochter HVB abgezogen, bevor die BaFin Ende 2011 dem Treiben einen Riegel vorschob.

   Zwar sei ein Verkauf der Postbank keine ausgemachte Sache, er würde aber theoretisch die Leverage Ratio der Deutschen Bank verbessern, sagen Analysten und Investoren.

   Fitschen selbst hatte das Privatkundengeschäft - wie die Postbank - im Dezember in einem Interview als essentiell für die Deutsche Bank beurteilt, selbst wenn es schwierig sei, attraktive Gewinne zu erzielen.

   Krauses Team befasst sich auch mit möglichen Zukäufen zur Stärkung der Vermögensverwaltung, war zu hören. Dieser Bereich der Deutschen Bank hinkt gemessen am verwalteten Vermögen führenden Wettbewerbern in den USA und in Europa hinterher.

   Mitarbeit: Madeleine Nissen

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

   DJG/DJN/bam

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   January 12, 2015 13:04 ET (18:04 GMT)

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