Ausblick 2017 stabil 31.08.2017 12:25:00

STRABAG mit mehr Verlust im Halbjahr

Im Jahr davor lag der Semesterverlust bei 32,97 Mio. Euro. Unterm Strich war das Konzernergebnis zum Halbjahr mit 60,40 Millionen Euro rot, im Jahr zuvor waren es unterm Strich 25 Mio. Euro Defizit.

Bei 102,600.000 ausstehenden Aktien gleicht dies einem Verlust je Aktie von 59 Cent, nach minus 24 Cent im ersten Halbjahr des Vorjahrs. Das zweite Quartal endete bereits in den schwarzen Zahlen. Allerdings war der Gewinn je Aktie mit 60 Cent um ein Drittel geringer als letztes Jahr um diese Zeit (90 Cent).

Dass heuer im Halbjahr mehr Verlust ausgewiesen wurde, lag nach Angaben des Baukonzerns hauptsächlich daran, dass vergangenes Jahr im zweiten Quartal ein nicht-operativer Einmalertrag aus dem Verkauf einer Beteiligung in Zusammenhang mit dem Erwerb der Minderheitsanteile an der Tochter Ed. Züblin AG in Höhe von 27,81 Mio. Euro verbucht worden war.

Bereinigt um diesen vorjährigen Einmaleffekt hätte es heuer im Halbjahr einen Anstieg des Betriebsergebnisses (EBIT) gegeben. Der STRABAG-Vorstand spricht demnach von einer "namhaften" Ergebnisverbesserung. Man sei auf gutem Weg, die Ziele für das Geschäftsjahr 2017 zu erreichen.

Den Ausblick für das Gesamtjahr 2017 hat die Gesellschaft heute bekräftigt: Die Leistung sollte auf zumindest 14,0 Mrd. Euro steigen und die EBIT-Marge bei mindestens 3 Prozent zu liegen kommen. Saisontypische Verluste im Halbjahr werden üblicherweise im zweiten Halbjahr überkompensiert.

Mitte des Jahres lag der Auftragsbestand mit 16,5 Mrd. Euro (plus 7 Prozent) auf einem Rekordhoch, die Leistung legte um 10 Prozent zu. Für die Rekord-Auftragsstände sorgten einmal mehr neue Großaufträge der öffentlichen Hand und der Industrie in den größten Märkten des Konzerns, in Deutschland, Österreich, Polen, der Slowakei und Ungarn. In diesen Ländern hatte der Konzern im Geschäftsjahr 2016 rund 75 Prozent seiner Leistung eingefahren.

Angebliche Bau-Preisabsprachen - STRABAG will rasch aufklären

Im Frühjahr hat die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) Ermittlungen wegen des Verdachts auf Preisabsprachen in der Baubranche bekanntgegeben. Im Visier stehen auch Branchengrößen wie die STRABAG. Der börsennotierte Baukonzern ist an einer raschen Klärung der Vorwürfe höchst interessiert.

Anfang Mai fanden in österreichischen Niederlassungen des STRABAG-Konzerns Hausdurchsuchungen statt. Es wird wegen des Verdachts auf illegale Preisabsprachen bei österreichischen Bauvorhaben ermittelt. Die STRABAG SE bekenne sich zu einer raschen Aufklärung der von den Behörden vorgebrachten Verdachtsmomente. Intern werde die Auswertung durch eine eigens etablierte Task Force systematisch vorangetrieben, schreibt das Unternehmen im heute, Donnerstag, veröffentlichten Halbjahresbericht.

"Selbstverständlich" unterstütze die STRABAG die Ermittlungen der Behörden. Aufgrund des langen Zeitraums und der Anzahl an zu untersuchenden Sachverhalten werde die Aufarbeitung noch Zeit in Anspruch nehmen, heißt es im Semesterbericht

Die STRABAG SE verfüge über ein umfangreiches, für die Beschäftigten aller Konzerngesellschaften geltendes Business Compliance-System und "wird im Fall von nachgewiesenem Verschulden angemessene Konsequenzen ziehen."

(APA) rf/stf/cs

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