Kein Zuschlag 11.03.2021 17:54:00

STRABAG ging beim größten Bahnprojekt in Slowenien leer aus - STRABAG-Aktie schließt dennoch höher

STRABAG ging beim größten Bahnprojekt in Slowenien leer aus - STRABAG-Aktie schließt dennoch höher

Der Zuschlag für den ersten Abschnitt der Strecke zwischen dem Hafen Koper und dem Bahnkoten Divaca ging an den slowenischen Baukonzern Kolektor, der sich im Konsortium mit den türkischen Partnern Yapi Merkezi und Özaltin beworben hat, berichteten slowenische Medien. Kolektor ist auch der einzige Bieter für den zweiten Abschnitt der 27 Kilometer langen Strecke.

Im Rennen um den ersten Abschnitt zwischen Divaca und Crni Kal, standen in der Endrunde nur Kolektor und AT000000STR1" target="_blank" rel="noopener">STRABAG. Der slowenische Konzern legte mit 403,6 Mio. Euro das günstigste Preisangebot vor. Das Offert der STRABAG, die sich im Konsortium mit dem deutschen Unternehmen Ed Züblin und der türkischen Baufirma Gülermak beworben hat, war um knapp 60 Mio. Euro teurer. Medienberichten zufolge könnte der Vertrag mit dem ausgewählten Bieter im April unterzeichnet werden, womit im Mai die Bauarbeiten starten könnten.

Ursprünglich haben sich 15 Unternehmen für den ersten Streckenabschnitt beworben, darunter insgesamt drei österreichische Baukonzerne, sowie weitere Unternehmen aus Slowenien, China, der Türkei und Italien. Alle sechs chinesischen Unternehmen wurden mit der Begründung, dass es zwischen Slowenien und China kein Handelsabkommen gebe, ausgeschlossen. Am Ende des Auswahlverfahrens qualifizierten sich drei Konzerne für die engere Auswahl: neben der STRABAG und Kolektor auch der türkische Baukonzern Cengiz Insaat. Der türkische Konzern legte allerdings kein Preisangebot vor, weil seiner Ansicht nach die vorgesehenen Preis- und Zeitlimits nicht realisierbar seien.

Erwartet wird, dass Kolektor als einziger Bieter auch den Zuschlag für den zweiten Abschnitt zwischen Crni Kal und dem Hafen Koper bekommt. Sein Angebot in der Höhe von 224,7 Mio. Euro liegt um 6 Mio. Euro unter der festgelegten Preisgrenze. Sowohl die STRABAG als auch die türkische Cengiz hätten auch für diesen Abschnitt mitbieten können, legten jedoch am Schluss keine Angebote.

Damit dürfte die ganze leistungsstarke Strecke, die landschaftlich bedingt überwiegend durch Tunnels verlaufen wird, vom slowenischen Konzern gebaut werden. Das ist das größte Infrastrukturprojekt in Slowenien, das mit öffentlichen Mitteln gebaut wird.

Trotz der Nachrichten konnte die STRABAG-Aktie im Wiener Handel zulegen und notierte letztendlich 0,99 Prozent fester bei 30,60 Euro.

(Schluss) nr/itz/cs

(APA)

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Bildquelle: Strabag SE,Goran Bogicevic / Shutterstock.com

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