14.05.2015 19:32:40

Stahlwerte profitieren von Hoffnung auf Strafzoll für Importe

Spekulationen über Strafzölle der EU für einige Stahlimporte haben am Donnerstag den Aktien europäischer Stahlproduzenten kräftig Auftrieb gegeben. Die EU-Kommission geht Vorwürfen nach, dass chinesische und russische Stahlhersteller bestimmte flachgewalzte Erzeugnisse aus Eisen oder Stahl unter Wert verkaufen. Falls die Brüsseler Behörde die Anschuldigungen erst einmal bestätigt sieht, kann sie vorläufige Strafzölle beschließen.

Im sehr festen DAX sprangen als Reaktion auf diese Meldung die Aktien von ThyssenKrupp als bester Wert um 2,79 Prozent auf 26,30 Euro nach oben. Im MDAX der mittelgroßen Werte legten die Papiere von Klöckner & Co (KlöCo) (KlöcknerCo) an der Index-Spitze um 6,64 Prozent auf 8,51 Euro zu. Die Anteilsscheine von Salzgitter stiegen dahinter um 6,03 Prozent auf 35,585 Euro, nachdem sie im frühen Handel wegen einer negativen Studie der Deutschen Bank noch Verluste verbucht hatten. In Frankreich gewannen die Aktien von ArcelorMittal als bester Wert im CAC 40 5,73 Prozent und in Finnland die von Outokumpu an der OMX-Spitze 6,69 Prozent.

'DIE KUNDEN WERDEN IN JEDEM FALL NUN VORSICHTIG SEIN'

Die Prüfung des Dumping-Verdachts durch die EU habe den Stahlaktien in ganz Europa einen kräftigen Schub verliehen, schrieb Analyst Colin Sheridan von Davy Research. Und egal, ob nun Strafzölle letztlich verhängt würden oder nicht, habe der Schritt doch eine sofortige positive Auswirkung auf die europäischen Stahlhersteller. "Die Kunden werden nun vorsichtig sein beim Handeln mit Importen, da nun das Risiko künftiger Strafzölle droht", resümiert er.

Ein weiterer Experte meinte zudem mit Blick auf die deutschen Stahlhersteller, dass die jüngsten heimischen Konjunkturzahlen positiv gewesen seien und die deutsche Wirtschaft weiter an Schwung gewinnen könnte. Aktien stark zyklischer Unternehmen wie solche aus der Stahlbranche seien dann besonders gefragt. Die am Vortag von Thyssen vorgelegten Geschäftszahlen hätten dies bereits deutlich gemacht.

dpa-AFX

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Klöckner & Co (KlöCo) 4,65 -1,90% Klöckner & Co (KlöCo)
Salzgitter 16,14 -1,04% Salzgitter
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