05.05.2014 14:42:00

Porr: Alpine-Pleite brachte kaum Entspannung in der Branche

Die Milliardenpleite des einst zweitgrößten österreichischen Baukonzerns Alpine im Sommer 2013 hat anscheinend nicht wie erwartet Preisdruck aus der Branche genommen. "Der Wegfall der Alpine hat keine Bereinigung in Österreich gebracht - der Druck ist nach wie vor sehr groß", sagte Porr-Chef Karl-Heinz Strauss am Montag im Klub der Wirtschaftspublizisten.

"Das heißt, es wird mittelfristig eine weitere Marktbereinigung geben müssen", erwartet Strauss. Bei den kleineren und mittleren Unternehmen sei der Druck am größten. "Sie müssen zum ersten Drittel der Bauunternehmen in den jeweiligen Märkten gehören - im mittleren Bereich werden Sie zwischen den großen und den kleinen, wendigen Unternehmen zerrieben, die schnell reagieren können und weniger Overheads haben", sagte der Konzernchef.

In Summe habe die Porr nach der Alpine-Insolvenz 800 Mitarbeiter vom ehemaligen Konkurrenten übernommen - 500 alleine vom Spezialtiefbauunternehmen GPS (Grund- Pfahl- und Sonderbau GmbH), das vor allem in Österreich aktiv ist, und von der Firma Stump, die sich vor allem auf Deutschland, Polen und Tschechien konzentriert. "Gott sei Dank haben alle Mitarbeiter wieder einen Job gefunden", so Strauss. Die Porr hatte beispielsweise auch den Zuschlag für den Hochbaubereich der Alpine in der Obersteiermark erhalten.

Für 2013 wies Porr bei der Bauleistung gegenüber dem Jahr davor einen Zuwachs von 19 Prozent auf 3,44 Mrd. Euro aus. "Davon kamen 8 Prozent aus dem Thema Alpine und 11 Prozent waren organisches Wachstum", berichtete der Konzernchef.

(Schluss) kre/itz

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