Niedrige Preise belasten |
06.02.2014 08:57:32
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Gewinn von Wacker Chemie bricht um 95 Prozent ein
Hoffnung macht dem Konzern das vierte Quartal mit einer guten Kundennachfrage und stabilen Preisen für Reinstsilizium. "Erfreulich ist, dass wir im Schlussquartal des vergangenen Jahres sowohl beim Umsatz als auch beim Ertrag besser abgeschnitten haben als 2012", erklärte Wacker-Chef Rudolf Staudigl. Die Absatzmengen bei Reinstsilizium zogen stark an, auch wenn sich die Preise noch nicht spürbar verbesserten. Im Chemiegeschäft sei die Nachfrage trotz des in den Wintermonaten üblichen Abschwungs "sehr solide" gewesen. Insgesamt sei das "eine gute Basis" für den Start in das neue Geschäftsjahr.
Niedrigere Preise, vor allem für Solarsilizium und Halbleiterwafer belasteten im vergangenen Jahr stark. Insgesamt gingen dadurch rund 370 Millionen Euro an Umsatz verloren. Die Preise für Solarsilizium seien zwar seit Anfang 2013 annähernd stabil geblieben, lägen aber im Schnitt etwa ein Drittel unter dem Vorjahresniveau, erklärte Wacker. Im Chemiegeschäft habe Wacker dank höherer Absatzmengen den bestehende Preisdruck ausgleichen können. Dank der guten Nachfrage seien vor allem im Silicongeschäft die Produktionsanlagen im vierten Quartal sehr hoch ausgelastet. Niedrigere Preise und negative Währungseffekte wegen des stärkeren Euro konnten dadurch wettgemacht werden.
Bei den Investitionen drückte Wacker im vergangenen Jahr scharf auf die Bremse. Das Investitionsvolumen war im vergangenen Jahr nur etwa halb so hoch wie 2012. Auch in den kommenden Jahren dürften die Investitionen unter dem Niveau der Abschreibungen bleiben. Die Nettoverschuldung erhöhte sich bis Ende 2013 auf 792 (Vorjahr 701) Millionen Euro. Im vergangenen Jahr floss der Großteil der Investitionen in den Aufbau eines neuen Reinstsilizium-Standorts in den USA. Wacker Chemie ist einer der größten Hersteller dieses Materials, das ein wichtiger Grundstoff für Solaranlagen und Halbleiter ist.
dpa-AFX
/jha/mis/fbr
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