09.05.2014 11:04:31
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Merck KGaA will auf Einkaufstour gehen
Von Heide Oberhauser-Aslan
Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck hat die Aktionäre auf der Hauptversammlung auf größere Zukäufe eingestimmt. Für Merck stehe im Rahmen des Transformations- und Wachstumsprogramms "Fit für 2018" in den nächsten beiden Jahren Wachstum im Vordergrund, sagte Merck-Chef Karl-Ludwig Kley den Aktionären. "Wir sind in der Lage, ambitionierte Schritte zu tun. Wir können uns Investitionen und Akquisitionen leisten", sagte der Manager. Merck sei ein kerngesundes Unternehmen und schuldenfrei. Der starke Cash-Flow erlaube dem Unternehmen die schnelle Tilgung von Schulden. "Diesen Spielraum werden wir in den nächsten Jahren nutzen", kündigte er an. Die Übernahme von AZ Electronic Materials sei ein erster Schritt.
Im Visier hat der Merck-Chef dabei vor allem den Pharmabereich. 2014 sei für die Pharmasparte Merck Serono neben organischem auch externes Wachstum möglich, also Partnerschaften und Akquisitionen. Wo es sinnvoll sei, werde Merck auch weiter Produkte einlizensieren, um die Pipeline zu stärken. Nach Zukäufen schaut Merck aber auch im Geschäft mit frei verkäuflichen Medikamenten (Consumer Health). "Möglich sind gezielte nationale oder regionale Akquisitionen", sagte Kley. Sie würden aber mit finanziellem Augenmaß erfolgen.
Merck bleibt vorläufig noch bei seiner Jahresprognose 2014. Der Darmstädter Konzern strebt weiterhin sowohl einen stabilen Umsatz als auch ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen (EBITDA) auf Vorjahresniveau an. Das setze das weitere Wachstum des operativen Geschäfts voraus, da das Ergebnis in diesem Jahr durch sinkende Lizenz- und Provisionserlöse mit mehr als 100 Millionen Euro belastet werde, sagte Kley.
Die Prognose berücksichtigt allerdings noch nicht die Auswirkungen aus dem Milliardenzukauf des Elektronikchemiekalienunternehmens AZ Electronic Materials. Die Darmstädter hatten die Übernahme für rund 1,9 Milliarden Euro im Dezember angekündigt. Mittlerweile ist Merck am Ziel und hat mit seinem Barangebot rund 98 Prozent der Anteile erreicht. Eine detaillierte Prognose für das laufende Geschäftsjahr will Merck im Rahmen der Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal am 15. Mai abgeben.
Kontakt zum Autor: heide.oberhauser@wsj.com
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May 09, 2014 04:31 ET (08:31 GMT)
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