Kraftwerksgeschäft schwach |
10.08.2016 09:35:41
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Bilfinger schreibt weiter Verlust
Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) soll sich aber deutlich verbessern. 2015 hatte der Konzern bei einer Leistung von 5 Milliarden Euro einen operativen Verlust (Ebita) von 23 Millionen verbucht. Durch die Trennung von der profitablen Bau- und Gebäudedienstleistungssparte schrumpft Bilfinger deutlich. Der Verkauf soll im dritten Quartal abgeschlossen werden.
Auch im zweiten Quartal bekamen die Mannheimer die Zurückhaltung in der Öl- und Gasindustrie und ein schwaches Kraftwerksgeschäft zu spüren. Inklusive der zu verkaufenden Geschäftsteile stand unter dem Strich ein Verlust von 54 Millionen Euro, nach einem durch hohe Abschreibungen und Projektverluste bedingten Fehlbetrag von 423 Millionen ein Jahr zuvor. Auch in den künftig weitergeführten Geschäften blieb der Konzern mit einer Million Euro in der Verlustzone - nach 26 Millionen Miesen im Vorjahreszeitraum. Die Leistung sank von April bis Juni im Jahresvergleich um 14 Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Euro. Auftragsbestand und Auftragseingang, die auf die künftige Entwicklung schließen lassen, sackten kräftig ab.
An der Börse knickte der Kurs der Bilfinger-Aktie zum Handelsstart in Frankfurt um rund ein Prozent ein. Die Papiere sind damit im bisherigen Jahresverlauf weiterhin der schwächste Wert im MDAX. DZ-Bank-Analyst Thorsten Reigber zeigte sich von den Kennzahlen dennoch positiv überrascht. Die Bilfinger-Aktien blieben eine spekulative Wette auf eine Wende, schrieb er am Morgen.
Bilfinger steckt seit Jahren in der Krise. 2015 fuhren die Mannheimer einen Rekordverlust von knapp einer halben Milliarde Euro ein. Der Chefsessel war in den vergangenen zwei Jahren ein Schleudersitz. Viele Hoffnungen hatten auf Hessens Ex-Ministerpräsident Roland Koch geruht, der 2011 Vorstandschef wurde. Doch wegen schlechter Zahlen musste er 2014 gehen.
Sein Vorgänger und Nachfolger Herbert Bodner hatte als Interimschef nur einen Kurzauftritt. Dann kam Per Utnegaard - und ging nach noch nicht einmal einem Jahr wieder. Nach ihm war Finanzvorstand Axel Salzmann übergangsweise am Ruder. Seit Anfang Juli führt der ehemalige Linde-Manager Tom Blades den Konzern.
/jha/stw/stb
MANNHEIM (dpa-AFX)
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