Gewinneinbruch relativiert |
03.11.2016 14:22:00
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AT&S Profitabilität nur kurz überschattet von China-Investition
AT&S hat durch diesen Negativeffekt in China fast sechs Mio. Euro an Verlusten im Halbjahr 2016/17 ausgewiesen. Der Leiterplattenhersteller produziere mittlerweile 81 Prozent seiner Umsätze in Asien und nur mehr 19 Prozent in Europa, erklärte Finanzvorstand Karl Asamer. Während mehr als die Hälfte der Kundenumsätze von AT&S, nämlich 54 Prozent, in Amerika generiert werden.
Das steirische Unternehmen hat für seine China-Werke in Chongqing bisher knapp 393 Mio. Euro an Investitionen getätigt, 480 Mio. Euro sollen es insgesamt bis Mitte 2017 werden. Die Abschreibung und Amortisation ist mit durchschnittlich 10 Jahren veranschlagt.
Der CEO bestätigte einige Anlaufschwierigkeiten im neuen Werk in China, fügte jedoch hinzu, das die erste Serienproduktion der neuen Leiterplattengeneration in Chongqing mittlerweile auf vollen Touren laufe. Das erste der zwei chinesischen Werke wurde unter Hochdruck innerhalb zwölf Monaten hochgezogen. Es sei ausgelastet, sagte er, aber es brauche noch Verbesserungen beim "Output und beim Yield". Im Werk 1 würden IC-Substrate produziert, substratähnliche Leiterplatten sollen in Werk 2 in die Serienproduktion gehen.
Aufgrund der steigenden Nachfrage bei Mobilendgeräten werde zudem das Werk in Shanghai schneller als ursprünglich geplant auf eine neue Technologiegeneration umgerüstet, sagte der CEO. In Folge müsse AT&S dort temporär seine Kapazitäten zurückfahren.
Natürlich würde dadurch das Umsatzwachstum im laufenden Geschäftsjahr 2016/17 etwas verlangsamt, so Gerstenmayer. Dennoch liege die Wachstumsprognose zwischen vier und sechs Prozent.
AT&S kalkuliert im Gesamtjahr mit einer etwas niedrigeren Profitabilität als ursprünglich angenommen. Die EBITDA-Marge für das Gesamtjahr 2016/17 soll auf Basis der zu erwartenden Anlaufkosten für das weitere Hochfahren in Chongqing bei 15 bis 16 Prozent liegen. Noch im Mai wurden diese zwischen 18 und 20 Prozent eingestuft. Dies gelte jedoch nur für das chinesische Werk. Im Kerngeschäft bleibe die EBITDA-Marge ähnlich wie im Geschäftsjahr 2015/16. Die höheren Abschreibungen von zusätzlichen, jährlichen 40 Mio. Euro für Chongqing würden das EBIT aber deutlich beeinflussen.
AT&S produziert Leiterplatten, die in Smartphones, in Autoelektronik, in der Industrie und in der Medizintechnik zur Anwendung kommen. Mehr als die Hälfte des Umsatzes werden mit den "Mobile Devices", dazu zählen etwa Smartphones, gemacht, der Rest mit Industrie und Medizintechnik. Die höchsten Zuwachsraten verspricht der Bereich Mobile Devises.
Die AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft mit Sitz im steirischen Leoben beschäftigt weltweit rund 9.300 Mitarbeiter (inklusive Leiharbeiter). Davon sind knapp 1.900 in Chongqing beschäftigt, etwa 1.300 arbeiten in Österreich.
(Schluss) ans/ggr
ISIN AT0000969985 WEB http://www.ats.net
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