Kehrtwende in UK geschafft |
11.05.2021 17:52:57
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E.ON steigert Gewinn - Aktie gibt leicht ab
"Im ersten Quartal haben wir in allen unseren Geschäftsbereichen eine starke operative Leistung erzielt", erklärte Finanzvorstand Marc Spieker. "Daher kann ich unsere Prognose für 2021, unsere mittelfristige Finanz- und Ergebnisplanung sowie unsere Dividendenzusage voll bestätigen."
Als Grund gab der nach der Innogy-Übernahme voll konsolidierte Konzern an, sein Ergebnis im Kundenlösungsgeschäft um knapp 300 Millionen Euro nahezu verdoppelt zu haben - vor allem dank der Restrukturierung in Großbritannien: Die früheren Kunden der Innogy-Tochter Npower seien inzwischen alle auf die neue, digitale Kundenplattform migriert worden. Auch erhöhte sich dort der Gasabsatz in den Wintermonaten. E.ON sei daher "zuversichtlich", das Ergebnisziel von über 100 Millionen Britischen Pfund bereits in diesem Geschäftsjahr und damit ein Jahr früher als geplant zu erreichen.
"Die E.ON-Tochter PreussenElektra hat weitere Produktionsrechte für Kernkraftwerke erworben und rund 80 Millionen Euro weniger verdient." Dafür fließen im Zuge der staatlichen Entschädigungen in diesem Jahr nochmals 42,5 Millionen Euro an die Kernkrafttochter.
Insgesamt steigerte der Konzern seinen Umsatz um 4 Prozent auf 18,402 Milliarden Euro, die Netto-Verschuldung blieb in etwa stabil. Auf die E.ON-Gesellschafter bezogen lag das Ergebnis je Aktie bei 0,31 Euro, nach minus 0,17 Euro im Vorjahresquartal. Hingegen war der operative Cashflow im ersten Quartal saisonbedingt mit minus 241 Millionen Euro negativ.
Für 2021 erwartet E.ON nun ein bereinigtes EBIT zwischen 3,8 und 4,0 Milliarden Euro und einen bereinigten Konzernüberschuss zwischen 1,7 und 1,9 Milliarden Euro.
So reagiert die E.ON-Aktie
Die Aktien von E.ON haben am Dienstag nach der Zahlenvorlage im DAX in einem sehr schwachen Umfeld vergleichsweise wenig nachgegeben. Mit einem Abschlag auf XETRA von 0,54 Prozent auf 10,60 Euro entwickelten sie sich deutlich besser als der fast zwei Prozent schwächere Leitindex. Dort waren sie zuletzt das Mitglied mit dem kleinsten Abschlag. Am Quartalsbericht gab es unter Börsianern eigentlich nur wenig zu bemängeln.
Der Energiekonzern hat im ersten Quartal vom Winterwetter sowie von der Sanierung des Großbritannien-Geschäfts profitiert. Der Morgan-Stanley-Experte Robert Pulleyn attestierte Eon ein solides erstes Quartal, sein RBC-Kollege John Musk sprach sogar von einem starken Abschneiden. Ein Händler verwies jedoch auf der Schattenseite auf die nach wie vor hohen Nettoschulden. Diese seien ein Indiz dafür, dass der Konzern bei seiner Entschuldung nur kleine Fortschritte mache.
BERLIN (Dow Jones / dpa-AFX)
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