Volkswagen Aktie
WKN: 766403 / ISIN: DE0007664039
Druck erhöht |
01.09.2016 08:10:00
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Australien verklagt Volkswagen wegen Abgasmanipulation
Die Klage erhöht den Druck auf den Konzern, der sich bereits in Sydney gegen eine im November eingereichte Sammelklage verteidigen muss. Der Sammelklage der Anwaltsfirmen Maurice Blackburn und Bannister Law hatten sich mehr als 10.000 Australien angeschlossen.
Die ACCC wirft Volkswagen nun vor, zwischen 2011 und 2015 in seinen Fahrzeugen eine Software versteckt zu haben, die die Stickoxidemissionen von Dieselfahrzeugen des Konzerns unter Labortestbedingungen verringerte. Unter normalen Fahrbedingungen auf der Straße habe die Software aber in einen anderen Modus gewechselt und die Abgasreinigung de facto ausgeschaltet. Der Konzern habe seine Fahrzeuge in Australien aber als umweltfreundlich und mit saubererer Verbrennung vermarktet, obwohl das normalerweise gar nicht der Fall gewesen sei.
Die Behörde verlangt eine Geldstrafe und vom Unternehmen ein öffentliches Eingeständnis seines Fehlverhaltens und eine Korrektur der Werbung.
Die australischen Abgasvorschriften sind mit denen der Europäischen Union fast identisch. Sollte ein australisches Gericht feststellen, dass in Volkswagens Abgassystem eine unzulässige Abschalteinrichtung eingebaut ist, dann könnte Australien zum Präzedenzfall für Schadenersatzansprüche in Europa in Höhe mehrerer Milliarden Euro werden.
Die Volkswagen Group Australia Pty. Ltd. teilte mit, sie prüfe die Vorwürfe. Darüberhinaus sehe sie in der Klage keinerlei praktischen Vorteil für die Verbraucher. Der Konzern werde in Kürze Softwarelösungen für die von einem freiwilligen Rückruf betroffenen Fahrzeuge bekannt geben.
Von dem Fall betroffen sind mehr als 57.000 Fahrzeuge, die Volkswagen in Australien verkauft hat, darunter Fahrzeuge des Typs Golf, Jetta und Polo sowie Amarok-Pickup-Trucks.
MELBOURNE (Dow Jones)

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