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Höhere Absatzziele 17.10.2013 12:48:39

BMW bleibt 2020 vor Daimler und Audi

Wie das "Manager Magazin" am Donnerstag unter Berufung auf Unternehmenskreise schreibt, plant BMW intern bereits mit 2,8 Millionen Autos, Daimler peilt 2,6 Millionen Pkw an und die Volkswagen-Tochter Audi will 2,4 Millionen Wagen schaffen. BMW, Daimler und Audi wollten die Zahlen nicht kommentieren.

    BMW hat offiziell das Ziel ausgegeben, bis 2016 mehr als 2 Millionen Autos zu verkaufen. Diese Marke könnten die Münchner aber angesichts des aktuellen Wachstums schon 2014 knacken. Nach neun Monaten liegt der Absatz 7,5 Prozent besser als ein Jahr zuvor. Hält der Konzern diese Wachstumsrate, könnte er schon 2013 auf 1,94 Millionen Wagen seiner Marken BMW und Mini kommen. Daimler will 2015 rund 1,6 Millionen Pkw seiner Kernmarke Mercedes-Benz verkaufen. Dazu kommt noch die Marke Smart.

    Audi wollte die magische Marke von 2 Millionen ursprünglich 2020 übertreffen. Laut "Manager Magazin" will Unternehmenschef Rupert Stadler diese Hürde nun aber schon 2017, spätestens aber ein Jahr später nehmen. Für 2015 ist demnach eine neue Modelloffensive unter anderem mit sportlichen Varianten der Geländelimousinen Q5 und Q7 geplant. Außerdem sollen laut dem Magazin ein Van und ein Kleinwagen auf Basis des Volkswagen-Modells Up kommen. Alle drei Autobauer wollen 2020 die Nummer eins im Premium-Segment sein.

    Durch zusätzliche Investitionen in neue Werke und Modelle drohen Audi laut dem Bericht allerdings sinkende Gewinne. Die Vorleistungen seien immens, sagte Stadler dem "Manager Magazin". "Aber von 2016 an werden wir verstärkt den Ertrag ernten." Laut dem Bericht warnten konzerninterne Prognosen für das Jahr 2015 vor einem Absinken der Umsatzrendite vor Zinsen und Steuern auf 6 Prozent. Stadler selbst hat der Marke eine Umsatzrendite zwischen 8 und 10 Prozent als Ziel gesetzt. Im kleinen Kreis soll er laut dem Bericht jedoch bereits geäußert haben, dass Audi in den kommenden beiden Jahren leicht darunter liegen könne. Ein Audi-Sprecher erklärte auf Anfrage aber, dass das Ziel weiter gelte.

    Dem Magazin zufolge heißt es im Konzern, dass Stadler derzeit in allen Unternehmensbereichen spare, um ein allzu starkes Absinken des Gewinns zu verhindern. Die Planer gingen von einem Sparpotenzial im hohen dreistelligen Millionenbereich aus.

/mmb/jha/stb

HAMBURG (dpa-AFX)

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