Raiffeisen Aktie
WKN: 60630 / ISIN: AT0000606306
Nach Festnahme |
14.03.2022 17:52:00
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Belarus: Status vom Chef der RBI-Tochter weiterhin nicht geklärt - RBI-Aktie schließt höher
Kostjutschenko war nach Informationen von "Nascha Niwa" Anfang der vorvergangenen Woche in den Geheimdienst KGB bestellt worden und nicht mehr in Freiheit zurückgekehrt. Mittlerweile dürften jene zehn Tage vergangen sein, im Laufe derer Anklagebehörden laut der belarussischen Strafprozessordnung einen Antrag auf Untersuchungshaft hätten stellen müssen. Über eine Verhängung von U-Haft oder eine etwaige Freilassung lagen am Samstag jedoch keine Informationen vor.
"Aufgrund des laufenden Verfahrens möchten wir dazu keine weiteren Kommentare abgeben", erklärte am Freitag die Sprecherin von Raiffeisen Bank International, Ingrid Krenn-Ditz, auf APA-Nachfrage. Am vergangenen Sonntag hatte sie betont, dass die Festnahme von Kostjutschenko nichts mit der Bank zu habe. "Nascha Niwa" hatte zuvor berichtet, dass angebliche Steuerschulden einer IT-Firma, an der Kostjutschenko beteiligt ist, als formale Grundlage für die Strafverfolgung gedient haben könnte.
"Nähere Informationen zu den Hintergründen der Verhaftung von Kostjutschenko liegen uns nicht vor", kommentierte am Freitag eine Sprecherin des österreichischen Außenministeriums. Das Außenministerium sei in Kontakt mit den zuständigen belarussischen Behörden, betonte sie.
Kostjutschenko sei nicht nur eine wichtige konsularische Stütze gewesen, er habe Kunst und Kultur gefördert und österreichischen Wirtschaftstreibenden bei der Vernetzung in Belarus massiv geholfen, beschrieb der ehemalige österreichische Botschafter in Belarus, Alexander Bayerl, den ehemaligen Honorarkonsul in einem Telefonat mit der APA.
"Ganz große Verdienste hat er zudem beim Thema NS-Vernichtungslager Maly Trostenez erworben, dafür, dass wir außerhalb von Minsk ein Denkmal für die österreichischen Opfer des nationalsozialistischen Wahnsinns errichten konnten", schilderte Bayerl. Ohne Kostjutschenkos gute Kontakte wäre dies praktisch nicht möglich gewesen, betonte er.
Das am Stadtrand der belarussischen Hauptstadt gelegene Maly Trostenez, wo bis zu 13.000 Juden aus Österreich von den Nationalsozialisten getötet wurden, spielte in den vergangenen Jahren eine wichtige Rolle für die österreichische Erinnerungspolitik. Sowohl Bundespräsident Alexander Van der Bellen als auch Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) besuchten den Ort 2018 bzw. 2019.
An der Börse in Wien stieg die RBI-Aktie am Montag zuletzt um 1,45 Prozent auf 13,27 Euro.
hgh/pro
(APA)

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