Der Windanlagenbauer Vestas hat die Margen-Prognose für das Gesamtjahr gesenkt. Der Grund sind steigende Rohstoffkosten und Lieferengpässe. Mit vergleichbaren Problemen kämpften zuletzt auch die beiden deutschen Windanlagenbauer Nordex und Siemens Energy. So zog Vestas nach der heutigen Margenwarnung die hiesigen Titel mit nach unten. Kommende Woche wird Siemens Energy Quartalszahlen vorlegen. Eine Woche später folgt Nordex.
Die Erwartungen der Analysten sind durchaus zwiespältig. Einen Großteil des Umsatzes von Siemens Energy steuert die Windanlagentochter Siemens Gamesa bei. Im Sommer mussten die Berliner ihre Prognosen bereits deutlich zusammenstreichen, weil Siemens Gamesa die Gewinnziele deutlich revidierte. Siemens Gamesa verfügt im Offshore-Bereich global über eine starke Marktposition und verbuchte zum Ende Juni 2021 einen Auftragsbestand von insgesamt über 32 Milliarden Euro. Der Onshore-Bereich schwächelt allerdings. Bei Siemens Energy drückte Konzernchef Christian Buch inzwischen auf die Kostenbremse. Bei der Problem-Tochter Siemens Gamesa fehlt Buch aktuell jedoch die Einflussmöglichkeit. Die Berliner sind „nur“ zu 67 Prozent an den Spaniern beteiligt und die einzige Einflussmöglichkeit geht über den Verwaltungsrat. Um aktiver in das Tagesgeschäft eingreifen zu können, müsste die Beteiligung deutlich aufgestockt werden. Erste Kostensenkungsmaßnahmen im Onshore-Bereich hat Siemens Gamesa jedoch schon eingeleitet. Zudem begann die Windanlagentochter damit, Klauseln in seine Onshore-Verträge aufzunehmen, um sich gegen die Volatilität der Rohstoffpreise (hauptsächlich bei Stahltürmen) abzusichern. Zusätzlich zu diesen Mechanismen wird Siemens Gamesa weiterhin die Kosteninflation in die Vertragspreise einbeziehen. Dies könnte sich bereits in den Geschäftszahlen zum abgelaufenen Quartal widerspiegeln.
Nordex ist vor allem im Onshore-Bereich zuhause. Für das abgelaufene Quartal meldeten die Hamburger neue Aufträge über mehr als 1,8 Gigawatt und eine Erweiterung der erfolgreichen Delta4000 um eine 6MW-Variante. Die Serienproduktion des neuen Modells soll 2023 beginnen. Um die Rohstoffkosten zu einem gewissen Grad in den Griff zu bekommen, kündigte Nordex kürzlich ebenfalls Preiserhöhungen an und folgt damit Windanlagenbauern wie Siemens Gamesa und Vestas. Was dies für den Konzern bedeutet, könnten Anleger möglicherweise bei der Bekanntgabe der Geschäftszahlen erfahren.
Auf dem aktuell stattfindenden Klimagipfel ist der Ausbau der erneuerbaren Energien eines der Kernthemen und die gute Auftragslage der Windanlagenbauer macht deutlich, dass dieser Sektor ein Wachstumsmarkt ist. Dennoch sind die Turbulenzen bei den Anlagenbauern möglicherweise noch nicht ausgestanden. Vor diesem Hintergrund könnten strukturierte Wertpapiere wie Bonus-Cap-Zertifikate oder ein breit diversifiziertes Indexzertifikat auf den weltweit orientierten Global Green Technologies Index oder den primär auf Westeuropa, Kanada und Asien fokussierten Green Tech Select Index eine interessante Alternative zum Direkteinstieg in die Aktie sein. Die beiden Green Technologies Indizes enthalten jeweils bis zu 25 Aktien aus den Bereichen erneuerbarer Energien, Automobil, Halbleiter und Umwelttechnologie. Der primäre Unterschied besteht darin, dass der Global Green Technologies Index US-Aktien enthält. Der Green Technologies Index hingegen nicht.
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WKN |
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Barriere in EUR
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Finaler Bewertungstag |
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Nordex |
HR9K7X |
14,93 |
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Siemens Energy |
HR9JY8 |
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18.03.2021 |
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Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; Stand: 03.11.2021; 14:42 Uhr
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Basiswert |
WKN |
Verkaufspreis in EUR |
Letzter Bewertungstag |
Green Technologies Select Index |
HR91XM |
11,17 |
Open End |
Global Green Technologies Index |
HVB4GT |
106,17 |
Open End |
Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; 03.11.2021; 14:30 Uhr
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Der Beitrag Vestas bringt Nordex und Siemens Energy unter Druck – Mit Bonus Cap Zertifikaten besser durch die Turbulenzen! erschien zuerst auf onemarkets Blog (HypoVereinsbank - UniCredit Bank AG).
Auf dem onemarkets Blog bieten Ihnen HypoVereinsbank onemarkets täglich aktuelle Marktinformationen, charttechnische Einschätzungen, Investmentideen und mehr. Richard Pfadenhauer interessiert sich schon seit über 20 Jahren für das Thema Börse. Dabei war er über 12 Jahre als Wirtschaftsredakteur für den Finanzen Verlag tätig. Nach zwei Jahren als Redakteur bei der Spezialpublikation für Hebelprodukte, Finanzen und Optionsscheine wechselte er zunächst zum Derivatebereich des Magazins €uro am Sonntag und später verantwortete der DVFA-Analyst den Bereich der strukturierten Hebel- und Anlageprodukte beim Anlegermagazin €uro. Seit Oktober 2011 ist er bei der HypoVereinsbank unter anderem für das onemarkets Kundenmagazin und seit März 2013 für den onemarkets Blog verantwortlich.
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