Devisen im Blick 21.01.2025 08:40:39

Warum der Euro zum Dollar abgibt

Warum der Euro zum Dollar abgibt

Zuletzt kostete ein Euro 1,0367 US-Dollar und damit aber immer noch deutlich mehr als am Montagmorgen. Da hatte die Gemeinschaftswährung noch weniger als 1,03 Dollar gekostet.

Auslöser des Kurssprungs zum Wochenstart waren Spekulationen, dass die neue US-Regierung unter Donald Trump keine Eile mit der Einführung angedrohter hoher Zölle auf Waren aus anderen Ländern hat. Das hatte abermals Inflationssorgen etwas gemildert.

In den Präsidialdekreten, die der neue US-Präsident Trump nach seiner Amtseinführung erlassen habe, sei letztendlich auch kein Importzoll dabei gewesen, schrieb Devisen-Experte Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank am Morgen. Alles in allem seien die Dollar-Optimisten von der Rede Trumps enttäuscht worden. "Bei einigen Marktteilnehmern scheint der Verdacht zu wachsen, dass die im Wahlkampf angekündigte Handelspolitik in großen Teilen nichts anderes war als Wahlkampf-Getöse."

Wie groß die Zoll- und Inflationssorgen waren, zeigt ein Blick auf die vergangenen Monate. Die Aussicht auf einen Amtswechsel hatte dem Dollar seit Oktober Aufwind verliehen, nach Trumps Sieg bei der Wahl beschleunigte sich die Entwicklung. Vor dem Sieg von Trump mussten für einen Euro noch mehr als 1,09 Dollar gezahlt werden.

Neben der Zolldebatte blicken Anleger am Dienstag auf Konjunkturdaten aus Deutschland, konkret die ZEW-Konjunkturerwartungen. Die Vorgabe durch die entsprechende Komponente des Sentix-Investorenvertrauens habe sich zuletzt leicht abgeschwächt, erklärten die Experten der Landesbank Helaba. Daher könnte sich die Verbesserung des Stimmungsbarometers des Forschungsinstituts ZEW im Dezember als etwas zu optimistisch herausstellen. Ein Rückgang im Januar sollte daher ins Kalkül gezogen werden. Gegenüber der Markterwartung bestehe ein gewisses Enttäuschungspotenzial.

NEW YORK (dpa-AFX)

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