01.09.2022 17:49:00

Wiener Börse (Schluss) 2 - Sehr schwacher Start in den September

Die Wiener Börse hat am Donnerstag mit satten Verlusten geschlossen. Der heimische Leitindex ATX rutschte um deutliche 3,05 Prozent auf 2.810,49 Einheiten tiefer, nachdem der heimische Leitindex bereits eine schwache Bilanz für den Börsenmonat August abgeliefert hat. Der ATX hatte im Vormonat um mehr als vier Prozent an Wert eingebüßt.

Auch an den europäischen Leitbörsen ging es am Berichtstag mit den Aktienkursen weiter deutlich Richtung Süden. Zinserhöhungserwartungen machen dem Aktienmarkt weiterhin zu schaffen, schrieben die Helaba-Analysten in ihrem Tageskommentar. Aufgrund der rekordhohen Inflation im Euroraum steuert die EZB in der kommenden Woche mit einer voraussichtlich starken Leitzinserhöhung gegen die Preisentwicklung an und dies könnte sich auf die Wirtschaftsentwicklung negativ auswirken, befürchten die Aktieninvestoren.

Am heimischen Aktienmarkt gestaltete sich die Meldungslage auf Unternehmensebene erneut dünn. Die Verkäufe gingen quer durch die Branchen. Unter den Einzelwerten stand die Verbund-Aktie mit einem beachtlichen Minus von 7,9 Prozent am stärksten unter Verkaufsdruck. Mindestens vierprozentige Abschläge mussten jeweils AT&S, KapschTrafficCom, Marinomed, Porr und Wienerberger hinnehmen. Knapp dahinter büßten Andritz 3,9 Prozent ein.

OMV fielen um 2,2 Prozent. Die schwergewichtete Erste Group verbilligte sich um 2,6 Prozent. Beim Branchenkollegen Raiffeisen Bank International gab es ein Minus von 3,5 Prozent zu beobachten. Die Papiere des Energieversorgers EVN verbuchten ein Minus von 2,9 Prozent. Klar zulegen konnte nur die Semperit-Aktie mit einem Zuwachs von 3,1 Prozent.

Positive Konjunkturnachrichten aus Österreich konnten die Aktienkurse nicht unterstützen. Die österreichische Wirtschaft ist heuer im zweiten Quartal um 6,0 Prozent gewachsen. Damit lag die Wirtschaftsleistung um 1,5 Prozent über jener des ersten Quartals und um 3,8 Prozent über dem Vergleichsquartal des Jahres 2019, also vor der Coronapandemie. Das wirtschaftliche Umfeld sei dabei weiterhin von multiplen Krisen geprägt, sagte Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas und verwies auf die Inflation, den Krieg in der Ukraine und die Coronapandemie.

ste/sto

ISIN AT0000999982

JETZT DEVISEN-CFDS MIT BIS ZU HEBEL 30 HANDELN
Handeln Sie Devisen-CFDs mit kleinen Spreads. Mit nur 100 € können Sie mit der Wirkung von 3.000 Euro Kapital handeln.
82% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.
Eintrag hinzufügen
Hinweis: Sie möchten dieses Wertpapier günstig handeln? Sparen Sie sich unnötige Gebühren! Bei finanzen.net Brokerage handeln Sie Ihre Wertpapiere für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade? Hier informieren!
Es ist ein Fehler aufgetreten!

Indizes in diesem Artikel

ATX 4 229,96 2,96%