29.03.2016 13:21:00

Vor Rouhani-Besuch - Handelsdelegierter lobt Österreich als Partner

Im Vorfeld des Besuches des iranischen Staatspräsidenten Hassan Rouhani (Rohani) in Wien hat der Präsident der Wirtschaftskammer Iran, Mohsen Djalalpour, Österreich als Vorbild für ein nachhaltiges Wirtschaftsmodell bezeichnet. Davon könne der Iran lernen. Für den Iran sei es wichtig, solche Partner mit einer "richtigen Entwicklungsphilosophie" zu finden, so Djalalpour.

Der Wirtschaftskammer-Chef rechnet auch damit, dass sich die iranische Wirtschaft künftig mehr öffnen werde. Ein verantwortungsvoller privater Sektor sei für die Entwicklung des Irans wichtig. Einen Beitrag ausländischer Firmen könne es dabei in Partnerschaft mit iranischen Firmen auf verschiedenen Wegen geben.

Für österreichische Firmen gebe es große Chancen - und zwar weil sie vom Iran als verlässliche Partner gesehen würden. Darauf könne man aufbauen und die Beziehungen intensivieren. Dies auch, um sich noch besser kennen und verstehen zu lernen, beispielsweise über Treffen von Managern und auch den Austausch von Studenten.

Der gegenseitige wirtschaftliche Austausch solle keine Einbahnstraße sein, betonte Djalalpour gegenüber der APA. Grundsätzlich müsse man aber den Geschäftsleuten vieles überlassen. Denn diese wüssten schlussendlich am besten, wo gegenseitig gute Geschäfte lukrierbar seien. Die Länder an sich müssten den Weg für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen ebnen helfen - nicht zuletzt über einen möglichst einfachen Austausch von Waren und Dienstleistungen.

Die größten Potenziale für Kooperationen zwischen iranischen und österreichischen Unternehmen sieht der Wirtschaftskammer-Präsident des Gottesstaates im Energiesektor - und hier konkret in Effizienzsteigerungen von der Produktion über die Verteilung bis hin zum Verbrauch. Auch die nachhaltige Entwicklung im Städtebau und -management liegen dem Iran am Herzen.

Gefragt, ob und welche Chancen die OMV im Iran haben könnte, antwortete Djalalpour, dass er "sicher darauf hoffe". Die iranische Handels-, Industrie- und Bergbaukammer ICCIMA schlage der OMV gerne Firmen mit Potenzial für gemeinsame Investitionen vor wobei insbesondere in die Ausbildung iranischer Fachleute investiert werden sollte.

Der iranische Staatspräsident Rouhani (Rohani) kommt morgen und übermorgen zu einem offiziellen Besuch nach Österreich und trifft Bundespräsident Heinz Fischer. Begleitet wird Rouhani von einer rund 80-köpfigen Wirtschaftsdelegation geführt von Industrieminister Mohammad Nematzadeh. Bei der Wirtschaftskammer findet am Donnerstag ein Wirtschaftsforum mit branchenspezifischen Workshops statt. Wirtschaftsminister und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) trifft Nematzadeh bereits am Mittwoch zu einem Arbeitsgespräch.

(Schluss) phs/tsk/cs

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