20.12.2017 20:30:42
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Unicredit-Chef schließt Übernahme der Commerzbank vorerst aus
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Vorstandschef der Unicredit, Jean Pierre Mustier, schließt eine Übernahme der Commerzbank in den nächsten zwei Jahren aus. "Unsere Strategie Transform 2019 basiert ausschließlich auf organischem Wachstum. Und dem sind wir voll verpflichtet", sagte der Chef des größten italienischen Geldhauses dem Handelsblatt auf die Frage nach einem möglichen Zusammenschluss. Für die Zeit nach 2019 gebe es hohe Hürden für eine Großübernahme, sagte Mustier. "Jede Fusion, jeder Zukauf muss - ganz grundsätzlich - sehr intensiv durchdacht sein. Dabei geht es nicht nur um finanzielle Fragen, sondern auch darum, ob das den Kunden nützt und kulturell zusammenpasst."
Die Spekulationen über einen Verkauf der Commerzbank, an welcher der Bund noch 15 Prozent hält, sind im Herbst wieder hochgekocht. Mehrere Banken wurden zeitweise als potenzielle Käufer genannt, neben der HVB-Mutter Unicredit auch die BNP Paribas und die Credit Agricole.
Die schwere Bankenkrise in Italien in diesem Jahr sieht Mustier dank des Eingriffs der Regierung als beendet an. "Die Bankbranche ist heute in einer viel besseren Verfassung als zuvor, weil es kein Systemrisiko mehr gibt." Die italienische Regierung hatte rund 20 Milliarden Euro für eine europaweit umstrittene staatliche Rettung mehrerer Geldhäuser bereitgestellt. Auch der mehr als 200 Milliarden Euro schwere Berg an faulen Krediten in den Büchern der italienischen Banken sei verkraftbar, so Mustier. "Die notleidenden Kredite sind kein systemisches Risiko. Das Problem kann mit der Zeit abgearbeitet werden."
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/kla/ros
(END) Dow Jones Newswires
December 20, 2017 14:31 ET (19:31 GMT)
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