06.04.2018 18:59:45
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ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Seehofer weist SPD-Kritik am Familiennachzug zurück
Bundesinnenminister Horst Seehofer hat die Kritik an seinem Gesetzentwurf zur Neuregelung des Familiennachzugs zurückgewiesen. "Der Bundesinnenminister hält sich strikt an den Koalitionsvertrag, den er selbst mit ausgearbeitet hat", sagte der CSU-Politiker beim Besuch des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Die von der SPD ausgelöste Debatte verstehe er überhaupt nicht. In der Tat ist zurzeit nicht ganz klar, was die SPD eigentlich kritisiert. Zudem drückt Seehofer bei der Bündelung der Asylverfahren in sogenannten Ankerzentren aufs Tempo. Nach der Sommerpause im September und Oktober sollten entsprechende Pilotprojekte an verschiedenen Orten in Deutschland und vor allem in den großen Bundesländern entstehen.
Experten warnen vor Missbrauch von Arbeitnehmerdaten
Experten haben vor einem Missbrauch von Kommunikationsdaten in Unternehmen durch den Arbeitgeber gewarnt. Entsprechende Analysesoftware gebe es bereits zu kaufen, schreiben die Autoren einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Demnach können die Anwendungen Kommunikationsdaten und das soziale Gefüge analysieren, was für Personalentscheidungen benutzt werden könne. Die Linke forderte vor diesem Hintergrund eine Stärkung der Betriebsräte.
Kramp-Karrenbauer baut CDU-Zentrale um - Zeitung
Die neue CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer baut einem Bericht zufolge die Parteizentrale personell um. Vier der fünf Abteilungen im Konrad-Adenauer-Haus bekommen eine neue Führung, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Nur die Abteilung "Organisation und Veranstaltungen" werde weiter von Ulf Leisner geführt. Chef der Abteilung "Politische Planung" wird demnach der bisherige Bevollmächtigte für Innovation und Strategie in der saarländischen Staatskanzlei, Nico Lange, der als enger Vertrauter Kramp-Karrenbauers gilt.
Regierung erwägt Nachrüstungzwang für ältere Diesel - Magazin
Die Bundesregierung prüft einem Bericht zufolge, einen Teil der von deutschen Unternehmen hergestellten Diesel-Fahrzeuge mit Harnstoff-Katalysatoren nachrüsten zu lassen. Sie geht dabei von Kosten in Höhe von 5 Milliarden Euro aus, die die Autohersteller tragen sollen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel.
Spanien mahnt zur Zurückhaltung vor Entscheid über Auslieferung Puigdemonts
Nach der Freilassung von Carles Puigdemont hat die spanische Regierung ihr Vorgehen gegen den ehemaligen katalanischen Regionalpräsidenten verteidigt und zur Zurückhaltung bis zum Abschluss des Verfahrens in Deutschland aufgerufen. "Noch liegt keine endgültige Entscheidung über den europäischen Haftbefehl vor", sagte Regierungssprecher Iñigo Méndez de Vigo. Es gelte zunächst, diese abzuwarten.
Macron ruft Putin zu Stopp der "militärischen Eskalation" in Syrien auf
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat den russischen Staatschef Wladimir Putin aufgerufen, sich bei der syrischen Regierung für ein Ende der "militärischen Eskalation" einzusetzen. Wie der Elysée-Palast mitteilte, forderte Macron Putin in einem Telefonat auf, "seinen ganzen Einfluss auf das syrische Regime" zu nutzen, um "der militärischen Eskalation der vergangenen Monate" ein Ende zu setzen.
Gesundheitszustand von Skripal "verbessert sich rasch"
Nach dem Giftanschlag von Salisbury befindet sich der russische Ex-Doppelagent Sergej Skripal auf dem Weg der Besserung. Der Gesundheitszustand von Skripal "verbessert sich rasch", erklärte am Freitag das britische Krankenhaus, in das er nach dem Anschlag vom 4. März zusammen mit seiner Tochter Julia eingeliefert worden war. Skripals Zustand sei nicht mehr lebensbedrohlich.
Koalitionsgespräche in Tschechien scheitern an Streit um Babis
Die Bemühungen von Tschechiens Ministerpräsident Andrej Babis um die Bildung einer Koalitionsregierung haben einen empfindlichen Rückschlag erlitten. Die Sozialdemokraten (CSSD) brachen am Freitag die Koalitionsgespräche mit Babis' populistischer Ano-Partei ab. Als Grund nannten sie die juristischen Probleme des Ministerpräsidenten, der wegen des Verdachts auf Subventionsbetrug im Visier der Justiz steht. Das Scheitern der Gespräche lässt vorgezogene Neuwahlen wahrscheinlicher werden.
Trump will nichts von Zahlung an Pornodarstellerin Stormy Daniels gewusst haben
In seiner ersten direkten öffentlichen Äußerung zu seiner angeblichen Affäre mit Stormy Daniels hat US-Präsident Donald Trump dementiert, von der Geldzahlung seines Anwalts an die Pornodarstellerin gewusst zu haben. "Nein" antwortete er kurz und knapp auf die Frage, ob er in die Zahlung von 130.000 Dollar eingeweiht gewesen sei, die Daniels kurz vor der Präsidentschaftswahl 2016 im Rahmen einer Schweigevereinbarung erhalten hatte.
USA ziehen die Sanktionsschraube gegen Russland fester
Mit einer neuen Sanktionsrunde haben die USA ihren Konflikt mit Russland weiter angeheizt. Die Strafmaßnahmen richten sich gegen sieben Oligarchen aus dem "inneren Zirkel" von Staatschef Wladimir Putin, 17 ranghohe Regierungsmitglieder und 14 Firmen, wie die Regierung in Washington am Freitag mitteilte. Sie begründete die Sanktionen mit den "andauernden und immer dreisteren boshaften Aktivitäten der russischen Regierung überall in der Welt".
China appelliert im Handelsstreit mit den USA an die EU
Der Handelsstreit zwischen den USA und China spitzt sich erneut zu und droht auch die Europäische Union tiefer in den Konflikt hineinzuziehen. Nach der Androhung weiterer Strafzölle durch US-Präsident Donald Trump reagierte China am Freitag mit einer Kampfansage an die US-Seite und rief zugleich die Europäische Union zum "gemeinsamen Handeln" auf. Trump kritisierte unterdessen die Welthandelsorganisation (WTO) - diese sei "unfair" gegenüber den USA.
Fed bleibt trotz Arbeitsmarktbericht auf Zinserhöhungskurs
Die US-Notenbank wird sich nach Einschätzung von Bankvolkswirten nicht von einem schwachen Arbeitsmarktbericht für März von ihrem Zinserhöhungskurs abbringen lassen. Die Ökonomen führen den schwachen Beschäftigungszuwachs zum einen auf die Witterungsverhältnisse zurück und verweisen andererseits auf einen stärkeren Anstieg der Stundenlöhne. Nach Mitteilung des Arbeitsministeriums ist die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft im März nur um 103.000 gestiegen. Volkswirte hatten 178.000 prognostiziert.
+++ Konjunkturdaten
*DJ Kanada März Erwerbsquote 65,5% (Feb: 65,5%)
*DJ Kanada März Erwerbsfähige +30.100 gg Feb
*DJ Kanada März Stundenlöhne +3,3% gg Vorjahr
*DJ Kanada März Beschäftigte PROGNOSE: +20.000
*DJ Kanada März Beschäftigte +32.300 gg Feb
*DJ Kanada März Arbeitslosenquote PROGNOSE: 5,8%
*DJ Kanada März Arbeitslosenquote 5,8% (Feb: 5,8%)
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
DJG/DJN/AFP/bam/mgo
(END) Dow Jones Newswires
April 06, 2018 13:00 ET (17:00 GMT)
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