01.04.2014 12:41:00

Telekom II-Prozess - Drei-Jahres-Vertrag für "Frühstücksdirektor"

Im Telekom II-Prozess hat der ehemalige Festnetzvorstand Rudolf Fischer als Zeuge ausgesagt, dass in der Telekom Austria unter der Führung des damaligen Vorstandsvorsitzenden Heinz Sundt Manager-Verträge verlängert wurden, obwohl diese nur "Frühstücksdirektoren" waren. Hier seien hunderttausende Euro als indirekte Abfertigung gezahlt worden.

So sei einem Geschäftsführer der Personalabteilung ein noch für drei Jahre laufender Vertrag durch 800.000 Euro abgegolten worden. Fischer verwies auch darauf, dass auch einfache beamtete Mitarbeiter mit 70 bis 80 Prozent der Bezüge nach Hause geschickt wurden - "ist das normal?", so Fischer zu Richter Michael Tolstiuk. Zum Klima in der Telekom meinte Fischer: "Wir sind pausenlos unter Druck gestanden." Schließlich habe der teilstaatliche börsenotierte Konzern die Mitarbeiterzahl von 15.000 auf 8.000 reduziert.

Der vertragliche Abfertigungs-Anspruch des erstangeklagten Ex-Marketingleiters habe lediglich bei rund 30.000 Euro gelegen, dies wäre kein fairer Betrag für die hervorragende Arbeit des Beklagten gewesen, so Fischer. Vergleichbare Jobs würden ja nicht "am Apfelbaum hängen". Zur Höhe einer fairen Abfertigung meinte Fischer: "Wenn beide Seiten unzufrieden sind, ist es meist eine faire Lösung."

(Schluss) stf/gru

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