Dank der EZB-Maßnahmen |
02.07.2015 13:08:40
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S&P: "Grexit"-Folgen bleiben auf Griechenland beschränkt
Beispielsweise hatte die EZB versichert, alles für den Erhalt des Euro zu tun und hierfür zahlreiche neue Instrumente geschaffen. Außerdem habe die finanzielle Vernetzung zwischen Griechenland und dem Rest der Eurozone zuletzt nachgelassen, hieß es weiter im S&P-Bericht. Allerdings könnte ein Grexit die Finanzmärkte belasten, wobei die S&P-Experten in der Anfangsphase von einen Anstieg der Renditen in den südlichen Ländern der Eurozone ausgehen.
Auch die Folgen für Banken und Versicherungen in den Ländern der Eurozone außerhalb Griechenlands schätzen die Experten als begrenzt ein. Auch hier seien wahrscheinlich keine Herabstufungen der Kreditwürdigkeit durch Standard & Poor's zu erwarten. Die Finanzinstitute hätten bereits ihr Engagement in Griechenland begrenzt, hieß es als Begründung.
Dagegen stehen die Folgen für Griechenland selbst in keinem Verhältnis zu den Folgen für den verbleibenden Rest der Eurozone. Geradezu ein Horror-Szenario zeichnete S&P für die Banken des Landes. "Ein Grexit würde die ohnehin bereits verzweifelte Lage noch weiter verschlimmern", hieß es.
Nach Einschätzung der Ratingagentur ist die Wahrscheinlichkeit eines Grexit zuletzt gestiegen. S&P bezifferte sie in dem Bericht auf "etwa 50 Prozent" und bekräftigte damit eine Einschätzung vom vergangenen Sonntag, als S&P die Kreditbewertung Griechenlands um eine Stufe auf "CCC-" gesenkt hatte.
/jkr/bgfLONDON (dpa-AFX)
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