RTL Aktie
WKN: 861149 / ISIN: LU0061462528
'Stern Investigativ'-Format |
13.06.2023 16:15:00
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RTL-Aktie gewinnt: "Stern" will wohl Fernsehformat ausbauen - RTL könnte bald wieder "Supertalent" senden
Bislang zeigt der Privatsender das langjährige Format "Stern TV" mittwochs und seit April 2022 auch sonntags. RTL gehört zum Bertelsmann-Portfolio und übernahm zum Jahreswechsel 2022 die Zeitschriftenmarken des ebenfalls zu Bertelsmann gehörenden Verlagshauses Gruner + Jahr. In die Marke "Stern" mit Redaktionssitz in Hamburg will RTL mit Millionenbeträgen investieren, vor allem in die Digitalstrategie. Bis 2026 sollen 100 000 Abonnentinnen und Abonnenten erreicht werden - heute sind es 18 000.
Bald wieder "Supertalent"?
Der Fernsehsender RTL spielt mit dem Gedanken, die Show "Das Supertalent" wieder aus der Versenkung zu holen. "Ja, es gibt Erwägungen", sagte RTL-Programmgeschäftsführerin Inga Leschek der Deutschen Presse-Agentur. "Wir schauen uns gerade an, ob es einen Weg gibt, das Format noch mal aufzufrischen, neu zu beleben und dann ins Programm zu holen. Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen."
Dieter Bohlen sei auch Teil dieser Überlegungen. Jedoch könnte am Ende auch eine Show ohne ihn stehen. "Bei "DSDS" ist Dieter fix gesetzt - beim Supertalent sind wir noch nicht so weit, um über eine mögliche Jurybesetzung sprechen zu können", sagte Leschek.
Seit der 15. Staffel im Jahr 2021, bei der die Einschaltquoten zuletzt sehr schwach waren, hat RTL "Das Supertalent" nicht mehr ausgestrahlt und zuerst von einer "kreativen Pause" gesprochen. Im April 2023 hatte RTL dann dem Branchendienst dwdl.de gesagt, dass eine "Supertalent"-Rückkehr "derzeit nicht geplant" sei.
Ebenfalls im April 2023 hatte der Sender bekanntgegeben, dass die Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" ("DSDS") nun doch nicht eingestellt wird. Bohlen wird in der nächsten Staffel wieder in der Jury sitzen, wie RTL-Managerin Leschek im dpa-Interview bekräftigte.
""Deutschland sucht den Superstar" gibt es seit 20 Jahren. Ein Jahr davon lief es ohne Dieter Bohlen - "und das ist bei unseren Zuschauerinnen und Zuschauern nicht gut angekommen, was einen deutlichen Quotenrückgang zur Folge hatte", so Leschek. "Seit dem Zeitpunkt seines Comebacks gingen die Marktanteile nach oben, was, glaube ich, ein deutliches Signal ist. Wir arbeiten mit ihm weiter."
Streaming-Markt hart umkämpft
Der deutsche Streaming-Markt wird nach Erwartung von RTL-Programmgeschäftsführerin Inga Leschek vermutlich keine großen Neueinstiege mehr erleben. "Man sieht ja, wie schwer es den internationalen Nachzüglern in diesem hart umkämpften Wettbewerb fällt, noch einen nennenswerten Aufschlag hinzubekommen", sagte Leschek der Deutschen Presse-Agentur. "Und wenn, muss viel Marketing-Budget in die Hand genommen werden, um überhaupt noch wahrgenommen zu werden. Der Streaming-Markt in Deutschland bietet bereits ein sehr vielfältiges Angebot."
RTL+ sei mit mehr als 4,3 Millionen Abonnenten in einer sehr starken Position. "Fraglich, ob weitere Anbieter in den Markt einsteigen werden. Falls ja, gilt: Konkurrenz belebt das Geschäft und die Kreativität."
Leschek sagte über die Branchentrends aus den USA: "Bis vor einigen Monaten war es noch so, dass jedes große Filmstudio und eine Reihe neuer Anbieter einen eigenen Streaming-Service gegründet haben. Um alles für ihre eigenen Plattformen zu sichern, wurden keine Inhalte mehr an die klassischen TV-Partner lizenziert." Diese Logik verändere sich gerade, so Leschek. "Sowohl Disney als auch andere große Studios lizenzieren wieder. Wir sind bereits in guten Gesprächen." Die RTL-Aktie präsentiert sich im XETRA-Handel zeitweise 0,21 Prozent höher bei 38,22 Euro.
BERLIN (dpa-AFX)

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