07.04.2022 18:54:38

Pro-russische Demonstrationen in Hannover und Frankfurt geplant

HANNOVER/FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach heftiger Empörung über einen pro-russischen Autokorso mit 400 Fahrzeugen in Berlin sind am kommenden Wochenende erneut pro-russische Demonstrationen in mehreren Städten geplant. So soll am Sonntag ein Konvoi durch Hannover fahren. Ein Polizeisprecher der Stadt sprach von angemeldeten Teilnehmerzahlen "im mittleren bis oberen dreistelligen Bereich". Eine Privatperson hatte vor einigen Tagen eine Versammlung mit dem Motto "Gegen Volksverhetzung, Mobbing, und Diskriminierung der russischen Bevölkerung" angezeigt. Ein örtlicher Verein rief am Donnerstag zu einer Gegendemonstration auf. Russland hatte vor sechs Wochen die Ukraine überfallen.

Ein ursprünglich für Sonntag in Frankfurt angemeldeter Autokorso mit 700 Fahrzeugen findet nicht statt. Eine geplante prorussische Versammlung kann der Stadtverwaltung zufolge aber unter strengen Auflagen stattfinden. Angemeldet wurden bis zu 2000 Teilnehmende. Die Versammlung trägt das Motto "Gegen Hetze und Diskriminierung der russischsprachigen Mitbürger/Gegen Krieg - Für Frieden". Das Ordnungsamt habe "umfangreiche Auflagen verfügt, um die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten", teilte die Stadt am Donnerstag mit. Zudem sei das Tragen bestimmter Symbole und Abzeichen untersagt, etwa Abbildungen mit den Buchstaben V und Z sowie das "Sankt-Georgs-Band" - diese stehen für die russischen Kriegsaktivitäten in der Ukraine.

Am vergangenen Sonntag hatte ein Autokorso durch Berlin Empörung ausgelöst. An zahlreichen Autos waren Fahnen in den russischen Farben Weiß-Blau-Rot zu sehen. Auch das sogenannte Z-Symbol, das Befürworter des Kriegs benutzen, wurde nach Angaben von Berlins Innenstaatssekretär Torsten Akmann (SPD) gezeigt./poi/DP/zb

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