Maximal 49 Prozent 15.06.2016 08:55:40

Offizieller Startschuss für KUKA-Offerte von Midea wohl am Donnerstag

Das berichtete die "Börsen-Zeitung" (BöZ) (Mittwochausgabe) unter Berufung auf Finanzkreise. Bereits am Dienstag hatte das "Handelsblatt" berichtet, dass sich bei der umstrittenen Übernahme des Augsburger Roboterbauers KUKA durch Midea eine Lösung abzeichne. Die Bundesregierung sehe inzwischen Signale, dass Midea nicht mehr als 49 Prozent an KUKA erwerben wolle.

Der "Börsen-Zeitung" zufolge habe Bundeskanzlerin Angela Merkel bei den deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen in Peking auf die sogenannte Reziprozität gedrängt. In der Regel dürfen deutsche Unternehmen in China nur eine Beteiligung von maximal 49 Prozent erwerben, an Banken von 20 Prozent. Unklar bliebe aber, ob ein Limit von 49 Prozent für Midea tatsächlich vereinbart wurde oder wird, hieß es weiter. Eine Sprecherin des chinesischen Unternehmens wollte dies der Zeitung jedenfalls nicht bestätigen.

Laut dem "Wall Street Journal" (Online) könnte Midea allerdings bei der geplanten Übernahme Konkurrenz bekommen. Der schweizerische Industriekonzern ABB erwäge eine Gegenofferte für KUKA, wenn das Unternehmen von den Deutschen darum gebeten würde. Midea hält derzeit 13,5 Prozent an KUKA und hat ein Übernahmeangebot für 115 Euro je Aktie angekündigt - ein Drittel über dem Kurs von Mitte Mai.

FRANKFURT/AUGSBURG (dpa-AFX)

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