11.12.2013 14:25:00

OeNB - Österreicher halten mehr Bargeld

Die niedrigen Zinsen führen dazu, dass die Österreicher deutlich weniger Geld am Sparbuch (Spar-, Sicht- und Termineinlagen) haben. Dafür halten sie mehr Bargeld, zeigt der Financial Stability Report der Nationalbank. Für Lebens- und Pensionsversicherung haben die Österreicher ebenfalls mehr beiseitegelegt.

Die Guthaben auf Sparbüchern sind sogar in absoluten Zahlen zurückgegangen - zwischen erstem und zweitem Quartal von 146 auf 145 Mrd. Euro. Ursache sind die niedrigen Zinsen. Parallel dazu ist die Sparquote im Schnitt der jüngsten vier Quartale auf 5,2 Prozent zurückgegangen. Für das ganze Jahr 2013 erwartet OeNB-Chefvolkswirtin Doris Ritzberger-Grünwald einen Anstieg auf 6,5 Prozent, nicht zuletzt dank wieder steigender Reallöhne. Aber vor der Wirtschaftskrise lag die Sparquote der Österreicher noch bei 12 Prozent - doch eine deutliche Änderung im Verhalten der privaten Haushalte, vermerkt sie.

Österreichs Bankenmarkt werde von der Ratingagentur Standard&Poor's unverändert in der zweitbesten von zehn Gruppen geführt - wobei in der besten Gruppe nur die Schweiz zu finden ist. Österreich teilt sich die Gruppe mit Belgien, Deutschland, Finnland, Kanada, Norwegen und Schweden. Allerdings sind Töchter heimischer Banken in weniger positiv bewerteten Märkten unterwegs, etwa in Bulgarien und Russland (Gruppe 7), in Slowenien und Ungarn (Gruppe 8) oder in der Ukraine (Gruppe 10).

(Schluss) tsk/ivn

WEB http://www.oenb.at/

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