03.02.2021 16:01:50

MÄRKTE EUROPA/Börsen kommen etwas zurück

FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen kommen bis Mittwochnachmittag von den Hochs zurück. Damit setzen leichte Gewinnmitnahmen ein. Das Umfeld bleibt günstig. Positive Nachrichten von der Impffront stützen: So soll der Impfstoff von Astrazeneca eine hohe Wirkung zeigen, wenn bis zur zweiten Dosis drei Monate vergehen. Und auch zu Sputnik V gibt es erstmals positives Feedback in einer britischen Fachzeitschrift. Damit könnte sich das Portfolio an Impfstoffen erweitern. Daneben haben die Zahlen von Alphabet und Amazon überzeugt. Der DAX gewinnt 0,4 Prozent auf 13.885, für den Euro-Stoxx-50 geht es 0,4 Prozent auf 3.605 nach oben.

Positiv wird am Kapitalmarkt die Nachricht aufgenommen, dass Mario Draghi in die italienische Politik gehen wird. Damit folgt er dem Beispiel Janet Yellens, die nach ihrem Chef-Posten bei der US-Notenbank nun im Biden-Team politische Verantwortung übernommen hat. Draghi, der ehemalige Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), ist von Staatspräsident Sergio Mattarella mit der Bildung einer Regierung der nationalen Einheit beauftragt worden. Zunächst muss Draghi jedoch eine Mehrheit der Parlamentarier in einem zersplitterten Parlament überzeugen, ihn zu unterstützen. Bisher haben sich nur die Parteien der Mitte öffentlich für ihn ausgesprochen.

Mario soll es richten - Mailänder Börse sehr fest

Mit den Aktien an der Mailänder Börse geht es um 2,2 Prozent nach oben. An den italienischen Anleihemärkten fallen die Renditen zum Teil deutlich. Bankenaktien sind gesucht: So steigen etwa Unicredit 4,4 Prozent, Sanpaolo Intesa 4,2 Prozent oder Mediobanca 3,5 Prozent. Europaweit liegt der Bankensektor nur 0,4 Prozent vorne. Besser als die Branche insgesamt entwickeln sich auch Santander - nach Zahlenvorlage liegt die Aktie 1,1 Prozent in Madrid vorne.

Für gute Laune sorgt auch Siemens, der Konzern hebt nach dem ersten Geschäftsquartal die Prognose für das Gesamtjahr 2020/21 deutlich an. Die Analysten von Jefferies streichen das Auftragsplus von 9 Prozent, einen um 4 Prozent höheren Umsatz und ein um 21 Prozent besser als erwartet ausgefallenes EBITA bei Siemens positiv heraus. Der Cashflow lag in einem saisonal eher schwachen ersten Quartal bei fast 1 Milliarde Euro gegenüber 44 Millionen im Vorjahr. Siemens gewinnen 1,2 Prozent.

Für Vodafone geht es nach Zahlen um 5,2 Prozent nach oben. Die Citigroup wertet die Ergebnisse von Vodafone für das dritte Geschäftsjahresquartal 2020/21 positiv. Zurückzuführen sei dies vor allem auf die bessere Entwicklung in Deutschland und die Roaming-Gebühren in Drittländern.

Publicis will wieder Dividende zahlen

Publicis steigen 3,1 Prozent. Die Citigroup sieht Publicis gut gerüstet für 2021. Die Geschäftszahlen für 2020 seien mit einem Umsatzrückgang von 3,9 Prozent im vierten Quartal deutlich besser ausgefallen als von den Analysten erwartet. Noch beeindruckender falle die Margenentwicklung aus. Diese liege mit 16 Prozent meilenweit über den Erwartungen. Auf operativer Ebene heben die Experten die robuste Wachstumsbelebung in den USA hervor. Schließlich sei auch die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung eine große Überraschung.

Freenet (plus 6,4 Prozent) zahlt 1,65 Euro an Dividende je Aktie. Damit liegt die Dividendenrendite auf Schlusskursbasis bei knapp 9,5 Prozent. In Zeiten, in denen die Realrendite zu Beginn des Jahres mit der steigenden Inflation noch stärker in den Keller gerutscht ist, ist dies ein starkes Kaufargument für die Aktie. Für die Analysten der DZ Bank, die erst am Vortag auf die hohe Dividendenrendite verwiesen hatten, ist dies keine Überraschung. Auch wenn sie nicht mit der Sonderdividende von 15 Cent gerechnet hatten, setzten auch sie auf einen Aktienrückkauf.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.604,58 0,39 14,12 1,46

Stoxx-50 3.153,32 0,21 6,70 1,45

DAX 13.884,60 0,36 49,44 1,21

MDAX 32.179,03 0,44 141,35 4,49

TecDAX 3.495,67 0,47 16,18 8,81

SDAX 15.648,35 0,50 78,43 5,98

FTSE 6.500,82 -0,24 -15,83 0,87

CAC 5.567,88 0,09 4,77 0,30

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,47 0,02 -0,71

US-Zehnjahresrendite 1,12 0,02 -1,56

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:41 Uhr Di, 17:30 Uhr % YTD

EUR/USD 1,2027 -0,14% 1,2032 1,2029 -1,5%

EUR/JPY 126,29 -0,14% 126,43 126,36 +0,2%

EUR/CHF 1,0815 +0,04% 1,0808 1,0804 +0,0%

EUR/GBP 0,8800 -0,17% 0,8814 0,8816 -1,5%

USD/JPY 105,02 +0,02% 105,08 105,05 +1,7%

GBP/USD 1,3666 +0,02% 1,3651 1,3644 0%

USD/CNH (Offshore) 6,4586 +0,01% 6,4613 6,4593 -0,7%

Bitcoin

BTC/USD 36.572,75 +2,65% 36.483,13 34.950,00 +25,9%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 55,80 54,76 +1,9% 1,04 +14,7%

Brent/ICE 58,40 57,46 +1,6% 0,94 +12,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.836,27 1.837,90 -0,1% -1,64 -3,3%

Silber (Spot) 26,92 26,73 +0,7% +0,19 +2,0%

Platin (Spot) 1.101,00 1.096,00 +0,5% +5,00 +2,9%

Kupfer-Future 3,54 3,52 +0,5% +0,02 +0,7%

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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/cln

(END) Dow Jones Newswires

February 03, 2021 10:01 ET (15:01 GMT)

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