29.09.2022 18:32:40

LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte -2-

Drei bereits abgeschaltete Braunkohlekraftwerksblöcke von RWE in Nordrhein-Westfalen gehen wieder ans Netz. "Die Blöcke Neurath C sowie Niederaußem E und F sollen bereits in den kommenden Tagen in Betrieb gehen", erklärte der Energiekonzern am Donnerstag. Die Bundesregierung hatte das Wiederanfahren der Kraftwerke möglich gemacht, um die Versorgungssicherheit angesichts der derzeitigen Energiekrise zu stärken.

DR. OETKER

Der Nahrungsmittelhersteller Dr. Oetker will seine Kosten weiter reduzieren. Wie das Unternehmen mitteilte, will es jährlich bis zu 250 Millionen Euro weltweit einsparen. Das neue Effizienzprogramm konzentriere sich zwar in erster Linie auf Strukturen und Prozesse, Einschnitte beim Personal seien aber nicht ausgeschlossen. Gleichzeitig investiert das Unternehmen in den nächsten drei Jahren 500 Millionen Euro in Innovationen, Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

GFJ/LEARND

Die börsennotierte Zweckgesellschaft GFJ ESG Acquisition I SE, ein sogenanntes Spac, hat nach dem Platzen der Fusion mit der Münchener Tado GmbH ein neues Zielunternehmen gefunden. Wie GFJ mitteilte, wird es nun mit der Londoner Learnd Ltd fusionieren, um es damit in Frankfurt an die Börse zu bringen. Learnd ist ein Energiemanagement-Anbieter, der Kunden über seine Plattform bei der Senkung der Energiekosten und des CO2-Ausstoßes unterstützt. Gerechnet wird mit einer Bewertung von 100 Millionen Euro nach der Fusion.

LEAG

will auf seine ehemaligen Tagebaustätten in Ostdeutschland einen Solarpark mit einer Produktionskapazität von einem Gigawatt (GW) bauen. "Wir vollziehen eine 180-Grad-Wende und wollen statt Braunkohle erneuerbare Energien aufbauen und grünen Wasserstoff produzieren", sagte Leag-Chef Torsten Kramer dem Handelsblatt. "Bis 2030 wollen wir sieben Gigawatt Wind- und Solarstrom in Deutschland produzieren." Das ist laut Bericht in etwa so viel, wie Leag aktuell an Braunkohlekapazitäten betreibt.

SIEMENS GAMESA

setzt seinen Konzernumbau fort. Der Windkraftanlagenhersteller kündigte den Wegfall von weltweit 2.900 Stellen an, darunter 300 in Deutschland. In Dänemark werden 800 Stellen gestrichen, in Spanien 475 und in Großbritannien 50. Die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern sollen Anfang Oktober beginnen.

VARTA

Wechsel an der Spitze des Batterieherstellers Varta: Wie das Unternehmen mitteilte, legt Herbert Schein sein Amt als Vorstandsvorsitzender mit sofortiger Wirkung nieder, bleibt aber bis Jahresende in dem Führungsgremium. Markus Hackstein werde die Position des Vorstandssprechers übernehmen.

EDF

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat den Schneider-Electric-Manager Luc Rémont für die Spitze des Energiekonzerns EDF vorgeschlagen. Das Parlament müsse diesem Vorschlag noch zustimmen, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung des Élysées. Der 53-jährige Rémont ist derzeit Generaldirektor für internationale Aufgaben bei Schneider Electric und hatte zuvor mehrere Beraterposten im Wirtschafts- und Finanzministerium.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/err

(END) Dow Jones Newswires

September 29, 2022 12:33 ET (16:33 GMT)

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