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26.04.2021 22:02:00
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J&J-Aktie verliert: Johnson & Johnson-Impfungen werden in den USA wieder aufgenommen - erste Impfungen in Italien
Zuvor hatte ein Beratergremium der CDC eine entsprechende Empfehlung abgegeben. Zehn Mitglieder des "Advisory Committee on Immunization Practices" (ACIP) stimmten nach mehrstündigen Beratungen daür, vier dagegen, eins enthielt sich. Bei einer vorherigen Sitzung in der vergangenen Woche hatte sich das Gremium vertagt, um vor einer Empfehlung zum weiteren Vorgehen zunächst weitere Informationen zu sammeln. "Wir haben uns die Zeit genommen, die wir brauchten, um dieses Thema ausführlich zu untersuchen", sagte CDC-Chefin Rochelle Walensky.
Vor rund zehn Tagen hatten CDC und FDA eine vorübergehende Aussetzung der Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson beschlossen, nachdem in den USA in diesem Zusammenhang zunächst sechs Fälle von Hirnvenenthrombosen erfasst worden waren. Die Aussetzung sei aus einem "Übermaß an Vorsicht" empfohlen worden, hieß es.
Die Fälle seien "sehr selten" und der Nutzen des Impfstoffs sei nach wie vor deutlich größer als die Risiken, sagte die kommissarische FDA-Chefin Janet Woodcock nun am Freitag bei einer Pressekonferenz. "Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht." Medizinische Einrichtungen und Menschen, die sich impfen lassen wollen, sollen künftig aktualisierte Informationen über den Wirkstoff enthalten, die auch Hinweise auf die Thrombosen enthalten.
Bislang wurden den Angaben nach mehr als 7,2 Millionen Dosen des Impfstoffes, der Ende Februar in den USA zugelassen worden war und von dem es nur eine Dosis braucht, in den USA gespritzt. Der weitaus größere Teil der Impfungen wurde mit den Wirkstoffen der US-Konzerne Moderna und Pfizer mit seinem deutschen Partner BioNTech durchgeführt.
Nach der vorübergehenden Aussetzung durch CDC und FDA in den USA hatte Johnson & Johnson zunächst den Marktstart seines Impfstoffs in Europa verzögert, ihn aber fortgesetzt, nachdem die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) nach einer erneuten Überprüfung am Dienstag grünes Licht gegeben hatte.
Erste Corona-Impfungen mit Johnson & Johnson-Präparat in Italien
In Italien sind die ersten Corona-Impfdosen des Präparats von Johnson & Johnson verabreicht worden. Wie das Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte, wurde das Vakzin in einem Impf-Drive-in südöstlich der Hauptstadt Rom gespritzt. Italien hatte am Mittwoch die ersten 184 000 Johnson & Johnson-Dosen verteilt. Am Dienstag hatte die EU-Arzneimittelbehörde EMA dem Mittel eine erneute Empfehlung ausgesprochen.
Stand Samstagmorgen wurden in dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern bislang knapp 17,1 Millionen Corona-Impfungen verabreicht. Die Regierung geht davon aus, bis Ende kommender Woche das Ziel von 500 000 Impfungen je Tag zu erreichen, wie der außerordentliche Kommissar für den Corona-Notfall mitteilte.
Die an der NYSE notierte J&J-Aktie fiel am Montag um 0,77 Prozent auf 164,24 US-Dollar.
/cah/DP/men
WASHINGTON (dpa-AFX)
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