08.10.2019 13:36:00

Grasser-Prozess - Huber gegen Plech als Vermittler bei Terminal Tower

--------------------------------------------------------------------- KORREKTUR-HINWEIS In APA0236 vom 08.10.2019 muss es am Ende des zweiten Absatzes richtig heißen: ..., sagte Huber auf Nachfrage der Richterin Marion Hohenecker. (nicht: sagte Plech) ---------------------------------------------------------------------

Der ehemalige Porr-Manager Martin Huber hat bei seiner Zeugeneinvernahme im Grasser-Prozess am Dienstag betont, dass der Baukonzern auch ohne die Unterstützung des mitangeklagten Immobilienmaklers Ernst Karl Plech das Finanzamt als Mieter für den Linzer Terminal Tower bekommen hätte.

Deswegen habe er sich auch gegen eine Provision in Höhe von 700.000 Euro für Plech ausgesprochen. "Wir waren uns sicher, dass wir auch ohne Herrn Plech zum Ziel gekommen wären. Das war ein gutes Projekt", sagte Huber auf Nachfrage der Richterin Marion Hohenecker.

Die Richterin hielt Huber am Dienstag beim 112. Verhandlungstag mehrere Einvernahmeprotokolle und Aussagen aus einem parlamentarischen U-Ausschuss zur Causa Terminal Tower vor.

Der damalige Porr-Chef Horst Pöchhacker drängte laut Huber in einem Gespräch im Jahr 2004 darauf, Plech als Vermittler eine Provision zu zahlen. "Ich brauche keinen Makler, wenn ich den potenziellen Mieter schon kenne", sagte Huber am Dienstag im Großen Schwurgerichtssaal des Wiener Straflandesgerichts. Eine mögliche Provision für Plech sei dann nicht mehr Thema zwischen ihm und Pöchhacker gewesen. Die Richterin verwies auf Aussagen, dass es im Herbst 2005 ein weiteres Gespräch gegen habe, dass es eine Provisionszahlung geben wird. "Da war ich schon weg", erwiderte der Ex-Porr-Manager mit Verweis auf seinen Wechsel von Porr in den Chefsessel der ÖBB. Dass schließlich eine Provision von 200.000 Euro an Plech für den Terminal Tower geflossen sei, habe er aus den Medien erfahren, so Huber.

Laut Anklage soll in der Causa Terminal Tower Schmiergeld an Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser und andere geflossen sein. Sämtliche Angeklagte bestreiten die Vorwürfe. Plech habe "nicht hinter dem Berg gehalten, dass er gute Beziehungen zu Grasser habe", sagte Ex-Porr-Manager Huber. In seiner Zeit als ÖBB-Chef habe er dreimal Kontakt mit Grasser als Finanzminister gehabt. Es sei damals "nichts Weltbewegendes" besprochen worden, sein Ansprechpartner sei damals der Verkehrsminister gewesen.

Richterin Hohenecker hielt Huber seine Aussagen aus dem Untersuchungsausschuss zur Klärung von Korruptionsvorwürfen am 9. Mai 2012 vor. "Lobbyisten haben im Zusammenhang mit Immobilien-Projekten an sich keinen Platz. Entweder ist die Immobilie gut, dann findet man auch einen Nutzer, oder sie ist nicht gut, dann nützt auch der beste Lobbyist nichts", sagte Huber damals im U-Ausschuss. "So ist es", bestätigte der Ex-Porr-Manager.

Beim Porr-Bauprojekt City Tower in Wien-Landstraße sei die Provision für Plech aber gerechtfertigt gewesen, weil er die Justizbehörden als Mieter vermittelt habe und "sehr unterstützend" tätig gewesen sei, erklärte Huber.

(Schluss) cri/stf/sp

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