Ergebnisausblick 2021 erhöht |
30.07.2021 17:54:00
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Fresenius-Aktie verliert: Fresenius mit leichtem Umsatzplus - Erste Sparerfolge schon 2021 erwartet
Im zweiten Quartal legte der Umsatz um 4 Prozent auf 9,246 Milliarden Euro zu. Währungsbereinigt ergab sich ein Zuwachs von 8 Prozent. Analysten hatten im Mittel lediglich mit Erlösen von 9,06 Milliarden Euro gerechnet.
Das bereinigte EBIT betrug 1,03 Milliarden Euro nach 1,1 Milliarden vor einem Jahr. Das entspricht einem Rückgang um 8 Prozent bzw währungsbereinigt 4 Prozent. Analysten hatten hier im Mittel 1,013 Milliarden Euro veranschlagt. Der bereinigte Gewinn nach Steuern und Dritten stieg um 16 Prozent (währungsbereinigt 20 Prozent) auf 474 Millionen Euro. Damit übertraf die Fresenius SE & Co KGaA die Konsensschätzung von 444 Millionen Euro.
Fresenius rechnet schon 2021 mit ersten Sparerfolgen
Der Gesundheitskonzern Fresenius hat erste konkrete Spar- und Effizienzmaßnahmen für die Bereiche Kabi, Helios und Vamed initiiert und geht davon aus, dass diese schon in diesem Jahr Früchte tragen werden. Der Bad Homburger DAX-Konzern bezifferte die für das laufende Jahr erwarteten Einsparungen auf einen niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter.
Die Fresenius SE will ab dem Jahr 2023 auf Nachsteuerbasis jährlich mindestens 100 Millionen Euro einsparen. Doch das kostet zunächst Geld: Auf mehr als 100 Millionen Euro nach Steuern und Anteilen Dritter schätzt Fresenius die jährlichen Aufwendungen für die Jahre 2021 bis 2023, wobei der größte Teil derzeit für das kommende Jahr erwartet wird.
Fresenius will sich spätestens zur Bilanz-Pk zur Konzernstruktur äußern
Fresenius-Konzernchef Stephan Sturm hat mit Blick auf mögliche Aussagen zur Zukunft der Konzernstruktur des Gesundheitskonzerns auf die Vorlage der Viertquartals- und Gesamtjahreszahlen im Februar nächsten Jahres verwiesen. Zurzeit konzentriere sich Fresenius auf das aktuelle Effizienz- und Sparprogramm, sagte Sturm während einer Telefonkonferenz mit Analysten. Für den Fall, dass die mit diesen Maßnahmen angepeilte höhere Profitabilität nicht in einer höheren Unternehmensbewertung mündet, werde gegebenenfalls die Konzernstruktur auf den Prüfstand kommen, bekräftigte Sturm frühere Aussagen.
Er unterstrich in diesem Zusammenhang erneut, dass er den Fresenius-Konzern mit seinen vier Unternehmensbereichen für gut aufgestellt hält. Als Gründe nannte er unter anderem Skaleneffekte und den Zugang zum Kapitalmarkt. Die häufig aufgebrachte Frage nach einer möglichen Abspaltung von Fresenius Medical Care sieht er vornehmlich in dem Umstand begründet, dass die Dialyse-Tochter separat gelistet ist. Dialyse-Angebote gehörten schon lange zum Kerngeschäft von Fresenius, gab Sturm zu bedenken.
Am Freitag verlor die Fresenius-Aktie via XETRA schließlich 3,93 Prozent auf 44,32 Euro.
DJG/brb/jhe
FRANKFURT (Dow Jones)
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