Erstkurs bei 62,00 Dollar |
21.10.2015 17:54:00
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Ferrari-Börsengang: Autobauer startet bei IPO durch
Ferrari ist legendär. Beim Börsengang an der New York Stock Exchange ließen sich die Investoren am heutigen Mittwoch von der Euphorie um die roten Flitzer anstecken: Die Erstnotiz der Ferrari-Aktie lag bei 62,00 Dollar und hat damit die hohen Erwartungen mehr als erfüllt. Bereits im Vorfeld des IPO war das Anlegerinteresse an den Papieren des italienischen Autobauers groß und der Emissionspreis tendierte mit 52 US-Dollar (46 Euro) pro Anteilsschein am oberen Ende der Preisspanne. Die Aktien waren zuvor zwischen 48 und 52 Dollar angeboten worden. Zum Handelsschluss an der NYSE notierte das Papier noch mit einem Aufschlag von 5,77 Prozent bei 55,00 Dollar.
Ferrari gab beim IPO insgesamt 17,18 Millionen Aktien aus. Das hatte der Mehrheitseigner Fiat Chrysler bereits am Dienstagabend mitgeteilt. Der Erlös des Börsengangs liegt damit bei 893 Millionen Dollar.
Bisher gehört die Nobelmarke zu 90 Prozent Fiat Chrysler (FCA) und zu zehn Prozent Piero Ferrari, dem Sohn des Firmengründers Enzo Ferrari. FCA hat den Anlegern neun Prozent der eigenen Papiere angeboten, mit der Option, ein weiteres Prozent an ausgewählte Investoren zu verkaufen. Im Januar will FCA die verbleibenden 80 Prozent an seine Aktionäre verteilen. Deshalb ist die Aktie des Mutterhauses bereits stark gestiegen. Insgesamt willl Fiat Chrysler mit dem Anteilsverkauf mehr als vier Milliarden Dollar einstreichen.
Von Markus Gentner/Redaktion finanzen.at
Schuldenberg von Mutter FCA dürfte Ferrari belasten
Ferrari ist ein Mythos - schnelle Autos, heulende Motoren und ein Traditionsteam in der Formel-1. Die Scuderia Ferrari ist seit 1950 dabei und immer noch das erfolgreichste Team der Formel-1-Geschichte. Diesen Mythos würde FCA gerne positiv für die Börse nutzen. Doch ist die Aktie wirklich ein Investment wert? 7.255 Fahrzeuge lieferte das Unternehmen aus Maranello 2014 aus und machte damit 265 Millionen Euro Gewinn. Unternehmens-Chef Sergio Marchionne würde gerne bis zu 10.000 Luxus-Autos pro Jahr bauen und verkaufen, er will aber ebenso die Besonderheit der Marke beibehalten. "Es gibt keine Veränderungen, was die Exklusivität der Marke angeht", so der Ferrari-Chef. Vor allem aber soll Ferrari dem verschuldeten Mutterkonzern Fiat Chrysler Cash liefern. Dazu bekommt Ferrari noch einen Teil der FCA-Konzernschulden aufgebrummt, annähernd 2,8 Milliarden Dollar.Vollgas für die Ferrari-Aktie?
Der Sportwagenbauer soll trotz dieser Last weiter Vollgas geben können. Das Kürzel, unter dem die Ferrari-Aktie gehandelt wird, ist programmatisch: RACE. Ob die Ferrari-Papiere im fünften Gang die Börsen-Rennstrecke befahren, bleibt für etliche Analysten fraglich - vor allem wegen der großen Schuldenlast, die Ferrari von der Konzernmutter übernimmt. Außerdem bezweifeln viele Experten, dass ein so kapitalintensives Geschäft wie das von Ferrari eine so hohe Bewertung wie Prada oder Hermès verdient. Noch ist nur ein kleiner Teil von Ferrari an der Börse, was der Aktie kurzfristig helfen dürfte. Wenn Anfang 2016 aber die restlichen 80 Prozent der Ferrari-Aktien auf den Markt kommen, dann wird sich zeigen, wie viel sie wirklich wert ist.Von Markus Gentner/Redaktion finanzen.at
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