01.06.2017 16:46:41

EP will von EZB mehr Transparenz bei Ankauf von Unternehmensanleihen

   Von Hans Bentzien

   FRANKFURT/BRÜSSEL (Dow Jones)--Der Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments (EP) verlangt von der Europäischen Zentralbank (EZB) mehr Transparenz über den Ankauf von Unternehmensanleihen. In einer offiziellen Anfrage an EZB-Präsident Mario Draghi heißt es: "Wird die EZB alle beteiligten nationalen Zentralbanken bitten, der lobenswerten Praxis der Deutschen Bundesbank zu folgen und die vollen Namen (nicht nur die ISIN-Codes) jener Unternehmen zu nennen, deren Anleihen im Rahmen des CSPP-Programms gekauft werden?"

   Ferner fragen die Abgeordneten, ob die EZB bereit sei, die Daten in einer übersichtlichen Tabelle zusammenzufassen, und die Kriterien genauer zu benennen, nach denen sie die begünstigten Unternehmen aussucht. Die EZB kauft seit einem Jahr Anleihen bestimmter Unternehmen. Sie argumentiert dabei, dass sich die Besserung der Finanzierungsbedingungen indirekt auch auf Unternehmen auswirkt, die selbst keine Anleihen begeben können.

   Bisher hat die EZB im Rahmen des Programms Unternehmensanleihen für rund 89 Milliarden Euro erworben. Der "grüne" EP-Angeordnete Sven Gigold schrieb in einer Stellungnahme: "Die Öffentlichkeit hat ein Recht zu erfahren, welche Firmen von der expansiven Geldpolitik der EZB direkt profitieren."

   Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

   DJG/hab/smh

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   June 01, 2017 10:15 ET (14:15 GMT)

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