Rückenwind |
06.10.2020 17:50:44
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Daimler verkauft im 3. Quartal dank China mehr - Daimler-Aktie fester
"Die Nachfrage unserer Kunden war im dritten Quartal deutlich höher, als wir es noch im März und April angesichts der Herausforderungen durch die Pandemie angenommen haben", wird Daimler-Vertriebschefin Britta Seeger in der Mitteilung zitiert.
Deutlich besser lief es vor allem im weltgrößten Automarkt: Die Mercedes-Benz-Verkäufe legten in China um gut 23 Prozent auf 223.631 Premiumwagen zu. Nach dem scharfen Rückgang zum Jahresstart kommt Daimler in China im Gesamtjahr nun auf ein Plus von gut 8 Prozent.
In Deutschland stiegen die Verkäufe um 4 Prozent, in Europa sanken sie dagegen leicht um 0,4 Prozent auf 234.088 Fahrzeuge. Auf dem wichtigen US-Markt gingen die Verkäufe um 9,4 Prozent auf 69.631 Pkw zurück.
Die Verkäufe des Kleinwagens Smarts brachen um 57 Prozent auf 11.905 Einheiten ein. Die gewerblichen Van-Verkäufe legten den weiteren Angaben zufolge dagegen um gut 11 Prozent auf 95.933 Fahrzeuge zu.
Daimler will wieder zweistellige Marge erreichen - aber nur bei Rückenwind
Daimler will die Kosten in den kommenden Jahren spürbar senken und mittelfristig die Rendite deutlich steigern. In einem "starken Marktumfeld" soll auch wieder eine zweistellige Marge erzielt werden, teilte der DAX-Konzern anlässlich einer virtuellen Investoren- und Analystenkonferenz mit. Bis 2025 soll die Umsatzrendite - auch unter ungünstigen Bedingungen - im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich liegen.
Die Fixkosten sollen durch Kapazitätsanpassungen und geringere Personalkosten um mehr als 20 Prozent gegenüber den Ist-Werten des Jahres 2019 sinken, so Daimler weiter. Die Sachinvestitionen sowie die Forschungs- und Entwicklungsausgaben sollen bis 2025 ebenfalls um mehr als ein Fünftel verringert werden.
"Wir streben bei Mercedes-Benz nichts weniger als die Führung im Bereich der Elektromobilität und Digitalisierung durch eine intelligente Plattformstrategie und einen softwarebasierten Ansatz an", so Daimler-Vorstand Markus Schäfer laut Mitteilung.
Der Stuttgarter Konzern muss genauso wie die Konkurrenz wegen der Belastungen aus der Corona-Pandemie und anhaltend hohen Aufwendungen für Elektromobilität und Digitalisierung die Kosten senken. Vor knapp einem Jahr hatte CEO Ola Källenius bis 2022 einen Margenanstieg auf 6 Prozent in Aussicht gestellt.
Daimler kündigt vier neue Luxusautos auf Elektroplattform an
Daimler will ab kommendem Jahr vier neue Elektrowagen auf der eigenen E-Plattform auf den Markt bringen, um dann in den Folgejahren die Absatzziele für Stromer zu erreichen. Jeweils eine Limousine und ein SUV der beiden teuersten Baureihen S- und E-Klasse sollen ab 2021 an den Start gehen, teilte der DAX-Konzern anlässlich der Strategiekonferenz mit. Auch die Luxus-Nischenmarken AMG, Maybach und G sollen auf Basis der Electric Vehicle Architecture (EVA) elektrifiziert werden.
Auf Grundlage der zweiten neukonzipierten elektrischen Fahrzeugplattform, der sogenannten Mercedes-Benz Modular Architecture (MMA) für Fahrzeuge im Kompakt- und Mittelklasse-Segment, sollen dann ab 2025 weitere Modelle das Elektrofahrzeug-Portfolio komplettieren.
Daimler bekräftigte am Dienstag das Ziel, wonach bis 2030 über 50 Prozent des weltweiten Absatzes elektrisierte Autos sein sollen. Parallel will der Konzern die Investitionen in Verbrennungsmotoren "schnell" senken und die Zahl der Varianten bis 2030 um 70 Prozent reduzieren.
So reagiert die Daimler-Aktie
Die Aktien des Autobauers haben am Dienstagnachmittag im Zuge eines sich allgemein spürbar aufhellenden Umfeldes ebenfalls deutlich zugelegt. Sie kletterten kurz bei 48,43 Euro auf Tageshoch und zeigten sich zum Handelsende mit plus 0,63 Prozent bei 48,13 Euro konform mit dem DAX-Anstieg.
Nicht zuletzt dürften dabei auch Aussagen während der Investorenkonferenz an diesem Tag gestützt haben. Analyst Jose Asumendi von JPMorgan äußerte sich zumindest positiv dazu: Der Autobauer strebe nach profitablem Wachstum und der Führungsrolle in E-Mobilität und Konnektivität, schrieb er in einer ersten Reaktion und gibt sich unverändert überzeugt vom aktuellen Produktzyklus des Konzerns.
FRANKFURT (Dow Jones) / (dpa-AFX)
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