Dow Jones
Geändert am: 07.04.2022 22:17:42
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Krieg in der Ukraine hält an: Wall Street-Handel endet etwas fester -- ATX und DAX schließen in Rot -- Asiatische Börsen geben letztlich nach
AUSTRIA
Die Wiener Börse schwächelte am Donnerstag erneut.
Nach einem freundlichen Handelsstart drehte der ATX am Nachmittag ins Minus und schloss letztlich 0,46 Prozent niedriger bei 3.153,99 Zählern.
Angesichts des anhaltenden Ukraine-Kriegs und einer schwachen Wall Street verließ auch die Käufer in Österreich wieder der Mut. Der ATX hat damit nun vier Verlusttage in Folge absolviert.
Am heimischen Aktienmarkt gestaltete sich die Meldungslage erneut sehr dünn.
DEUTSCHLAND
Am deutschen Aktienmarkt waren die Anleger am Donnerstag unentschlossen.
Der DAX wechselte nach einem freundlichen Auftakt mehrfach das Vorzeichen und schloss auf rotem Terrain. Schlussendlich ging der deutsche Leitindex 0,52 Prozent tiefer bei 14.078,15 Punkten in den Feierabend.
Der DAX versuche sich auf einem Niveau um 14.150 bis etwa 14.200 Punkte zu stabilisieren, sagte Marktexperte Andreas Lipkow von comdirect. "Doch es ist noch viel zu früh, um Entwarnung für den deutschen Gesamtmarkt geben zu können." Börsen belastende Themen wie Zinsanhebung, Pandemie, Konjunkturabkühlung und Inflation sind ihm zufolge noch nicht ausreichend eingepreist.
"Die Notenbanken scheinen jetzt den Inflationsdruck wesentlich stärker wahrzunehmen und reagieren mit der entsprechenden Wortwahl", sagte er unter Verweis auf das am Vorabend veröffentlichte Protokoll der US-Notenbank, in dem eine zügige Rückführung der Bilanzsumme signalisiert wurde. Am Dienstag hatte zudem bereits Fed-Vorstandsmitglied Lael Brainard eine entschlossene Straffung der Geldpolitik angedeutet.
WALL STREET
Die Wall Street zeigte sich im Donnerstagshandel mit leichten Gewinnen.
Der Dow Jones suchte lange Zeit nach seiner Richtung, entschied sich spät aber für die Gewinnzone und schloss 0,25 Prozent im Plus bei 34.584,03 Punkten. Der NASDAQ Composite kämpfte sich aus der Verlustzone und ging schlussendlich kaum verändert mit eine marginalen Plus von 0,06 Prozent bei 13.8973,0 Punkten in den Feierabend.
Auch einen Tag nach Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls der US-Notenbank drückte die Aussicht auf kräftig steigende Zinsen in den USA zeitweise auf die Stimmung. Auf der letzten Sitzung sprachen sich viele Mitglieder sogar für eine Zinserhöhung um 0,50 Prozentpunkte aus, wie aus dem Protokoll hervorgeht. Man entschied sich angesichts des Ukraine-Kriegs aber für einen kleinen Zinsschritt. Allerdings gehen viele Mitglieder davon aus, dass auf den künftigen Sitzungen bei einem anhaltend hohen Inflationsdruck auch ein oder mehrere grosse Zinsschritte notwendig werden könnten. Zudem signalisierte die Fed eine zügige Rückführung ihrer während der Corona-Pandemie massiv ausgeweiteten Bilanzsumme.
ASIEN
Die asiatischen Börsen schlossen am Donnerstag mit roten Vorzeichen.
Der japanische Leitindex Nikkei verlor zum Handelsende 1,69 Prozent auf 26.888,57 Zähler.
Beim chinesischen Leitindex Shanghai Composite ging es 1,42 Prozent runter auf 3.236,70 Punkte. In Hongkong musste der Hang Seng schlussendlich einen Verlust von 1,23 Prozent auf 21.808,98 Indexpunkte hinnehmen.
Erneut mit Abgaben zeigten sich die asiatischen Aktienmärkte am Donnerstag. Teilnehmer verwiesen wiederum auf die schwachen Vorgaben der Wall Street, wo weiter steigende Marktzinsen vor allem die Technologiewerte erneut ins Minus gedrückt hatten. Zwar gab die Rendite zehnjähriger US-Anleihen im asiatischen Handel leicht nach, konnte ihre jüngsten Gewinne jedoch weitgehend verteidigen. Dagegen brachte das mit Spannung erwartete Protokoll der Fed-Sitzung vom März nur wenig Überraschendes.
Daneben belasteten weiter die Sorgen um den anhaltenden Ukraine-Krieg, wo sich weiter keine Lösung am Verhandlungstisch abzeichnete. In Honkong stützten kurzzeitig Hoffnungen, dass die chinesische Regierung Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur beschließen könnte. Laut KGI Research besteht die Erwartung, dass Peking das Wirtschaftswachstum durch geldpolitische Maßnahmen wie eine Zinssenkung unterstützen wird.
Den Shanghai Composite belasteten indes weiter die Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie, die unter anderem weiter für einen Lockdown in Schanghai sorgt. "Leider gibt es kaum Anzeichen dafür, dass das Virus in absehbarer Zeit eingedämmt werden kann", so die Commerzbank, die darauf hinwies, dass die chinesische Regierung um ein Gleichgewicht zwischen der Eindämmung des Virus und der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen ringt.
Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX
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07.04.22 | Zentralbankreserven USD |
07.04.22 | Fed Mitglied J. Bullard spricht |
07.04.22 | Kassenbestand des Finanzministeriums |
07.04.22 | EIA Änderung des Erdgaslagerbestandes |
07.04.22 | Auktion 4-wöchiger Treasury Bills |
07.04.22 | FOMC Mitglied Bostic Rede |
07.04.22 | Fed Mitglied Charles L. Evans spricht |
07.04.22 | Verbraucherkredit |
07.04.22 | Indutrieertrag, nicht saisonbereinigt (im Monatsvergleich) |
07.04.22 | Jahres Budget Veröffentlichung |
07.04.22 | FOMC Mitglied John C. Williams spricht |
Indizes in diesem Artikel
DAX | 22 410,27 | -0,07% | |
TecDAX | 3 839,39 | -0,51% | |
Dow Jones | 43 621,16 | 0,37% | |
NASDAQ Comp. | 19 026,39 | -1,35% | |
NASDAQ 100 | 21 087,25 | -1,24% | |
NIKKEI 225 | 38 142,37 | -0,25% | |
Hang Seng | 23 034,02 | -1,32% | |
ATX | 4 108,52 | 0,66% | |
Shanghai Composite | 3 346,04 | -0,80% |