Enttäuscht 23.04.2021 15:08:40

Bayer-Aktie schwächer: Bayer-Chef Baumann rechnet mit erfolgreichem Jahresauftakt - Deka will Vorstand auf HV nicht entlasten

Bayer-Aktie schwächer: Bayer-Chef Baumann rechnet mit erfolgreichem Jahresauftakt - Deka will Vorstand auf HV nicht entlasten

Es zeichnet sich ab, "dass wir erfolgreich ins Jahr gestartet sind", sagte Baumann laut der bereits veröffentlichten Rede zur virtuellen Hauptversammlung am nächsten Dienstag. "Gerade im Agrargeschäft sehen wir ein Marktumfeld, das uns zunehmend positiv stimmt." Das habe sich zuletzt "deutlich verbessert". Ein erheblicher Anstieg der Nachfrage nach Agrarprodukten habe auch zu steigenden Preisen geführt.

2020 musste Bayer milliardenschwere Abschreibungen auf das Agrargeschäft vornehmen, so dass unter dem Strich ein Fehlebtrag von 10,5 Milliarden Euro blieb. 2021 werde noch ein Jahr des Übergangs sein. Zu konstanten Wechselkursen erwartet Bayer bei einem Umsatzwachstum von rund 3 Prozent mit einem Ergebnis je Aktie leicht unter dem Niveau von 2020.

Baumann versprach vor dem Hintergrund der enttäuschenden Entwicklung der Bayer-Aktie im zurückliegenden Jahr, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. "Dafür arbeiten wir sehr hart. Und wir werden liefern", heißt es im Redetext. "Wir haben Ihre und wir haben unsere Erwartungen im vergangenen Jahr nicht erfüllt." Der Kurs der Bayer-Aktie, die nach der Monsanto-Übernahme massiv an Wert verloren hat, gab im zurückliegenden Jahr weitere 13 Prozent nach.

Deka will Vorstand auf Hauptversammlung nicht entlasten

Der Fondsverwalter der deutschen Sparkassen will den Bayer-Vorstand um Werner Baumann am nächsten Dienstag auf der Hauptversammlung nicht entlasten. Ingo Speich, Leiter Nachhaltigkeit und Corporate Governance bei Deka Investment, äußerte im Vorfeld massive Kritik an der Unternehmensführung. "Der Vorstand hat die Aktionäre im letzten Jahr mehrfach enttäuscht", sagte Speich.

So seien die Rechtsstreitigkeiten rund um Glyphosat nach wie vor nicht gelöst. Neben der Rückstellung von 10 Milliarden Euro für die Rechtsrisiken sei die 2020 ebenfalls vorgenommene Abschreibung in gleicher Höhe auf das operative Geschäft umso erschütternder. "Das einst so stolze Unternehmen Bayer ist nur noch ein Schatten seiner selbst", sagte Speich. "Das Jahr 2020 hat eindrucksvoll gezeigt, dass der Kauf von Monsanto eine Fehlentscheidung war."

Auch habe das Management dem Kapitalmarkt nicht überzeugend erklären können, wie Bayer die auslaufenden Patente in der Pharmasparte und damit die Umsatzausfälle ausgleichen wolle.

Via XETRA fällt die Bayer-Aktie derzeit um 2,42 Prozent auf 54,34 Euro.

FRANKFURT (Dow Jones)

Weitere Links:


Bildquelle: 360b / Shutterstock.com,Lukassek / Shutterstock.com

Analysen zu Bayer AG (spons. ADRs)mehr Analysen

Eintrag hinzufügen
Hinweis: Sie möchten dieses Wertpapier günstig handeln? Sparen Sie sich unnötige Gebühren! Bei finanzen.net Brokerage handeln Sie Ihre Wertpapiere für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade? Hier informieren!
Es ist ein Fehler aufgetreten!

Aktien in diesem Artikel

Bayer AG (spons. ADRs) 5,50 0,00% Bayer AG (spons. ADRs)
Bayer 22,70 -0,33% Bayer