Ungarn ist aber profitabel |
21.11.2013 17:30:00
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Bank Austria prüft Ausstieg aus der Ukraine
Die UniCredit-Tochter Bank Austria schließt einen Rückzug aus der ukrainischen Ukrsotsbank nicht aus. Diese Bank wurde 2007 für damals fast zwei Milliarden Dollar (1,5 Milliarden Euro) gekauft. In den vergangenen Jahren musste der Firmenwert teuer abgeschrieben werden. 2012 kostete die restliche Firmenwertabschreibung nochmals 165 Millionen Euro.
Wie weit man bei den Überlegungen ist, sagte Cernko nicht. Es gebe keinen Verkaufsprozess. Ansonsten verwies er auf die Aussagen von UniCredit-Chef Federico Ghizzoni von Anfang Oktober. Ghizzoni kündigte damals an, dass ein Verkauf der ukrainischen Ukrsotsbank erwogen werde. "Wir untersuchen den Markt, aber es ist nicht leicht, solche Länder zu verlassen." Der Ausstieg aus Kasachstan habe zwei Jahre gedauert.
Von Jänner bis September 2013 schrieb laut Bank Austria-Quartalsbericht die Ukraine-Bank 63 Mio. Euro Verlust vor Steuern. Die Neudotierungen für Vorsorgen und Wertberichtigungen auf faule Kredite wurden bis September um fast die Hälfte auf 123 Mio. Euro aufgestockt.
Die Ungarn-Tochterbank wies bis Ende September einen Vorsteuergewinn von 53 Mio. Euro aus.
Keinen Anlass das Kapital zu erhöhen sieht Cernko in der Banktochter in Slowenien. Dort werden die Banken gerade einem Stresstest unterzogen. Slowenien bilanzierte bis September 2013 vor Steuern mit 10 Millionen Euro negativ.
Eine im Frühjahr angekündigte Kapitalerhöhung der Bank Austria ist bis auf Weiteres nicht in Sicht. Für heuer schließt Cernko das jedenfalls aus. "Wir sind gut kapitalisiert". Die Idee sei gewesen, für weiteres Wachstum Puffer aufzubauen. Dass das Thema jetzt einmal vom Tisch scheint, liegt laut Bank an unterschiedlichen Auffassungen der Regulatoren. Cernko: "Wir haben da keinen Stress." Aufgegeben ist der Plan aber nicht.
rf/phs
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