06.04.2018 19:01:00

APA - N A C H R I C H T E N Ü B E R B L I C K - 19.00 Uhr

Fünf Tote und 900 Verletzte bei neuen Protesten in Gaza

Jerusalem - Bei neuen massiven Protesten an der Grenze zu Israel sind am Freitag im Gazastreifen mindestens fünf Palästinenser getötet und 900 weitere verletzt worden. Ein Sprecher der palästinensischen Gesundheitsbehörde teilte mit, unter den Toten sei auch ein Teenager. Mehrere Menschen seien lebensgefährlich verletzt worden, mindestens 150 Palästinenser erlitten Schussverletzungen. Laut israelischer Armee hatten bei den Protesten rund 20.000 Palästinenser Autoreifen angezündet und Steine geschmissen.

Mindestens 27 Tote bei Luftangriffen auf Stadt Duma

Beirut - Bei Luftangriffen auf die syrische Stadt Duma sind nach Angaben von Aktivisten am Freitag mindestens 27 Zivilisten getötet worden. Unter den Todesopfern seien fünf Kinder, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Zudem seien 40 Menschen verletzt worden. Laut der oppositionsnahen Organisation wurden die Angriffe von der syrischen und der russischen Luftwaffe geflogen, insgesamt sollen es 42 gewesen sein.

Libanon: Milliardenhilfen von internationaler Gemeinschaft

Paris - Die internationale Gemeinschaft will für den krisengeschüttelten Libanon über elf Milliarden US-Dollar (rund neun Milliarden Euro) an zinsgünstigen Krediten und Spenden bereitstellen. Diesen Betrag nannte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Freitag zum Abschluss der Libanon-Konferenz in Paris. Den größten Einzelbetrag sagte die Weltbank zu. Sie will vier Milliarden Dollar über die kommenden fünf Jahre zur Verfügung stellen.

Puigdemont verließ deutsches Gefängnis

Barcelona/Madrid/Berlin - Der frühere katalanische Regionalpräsident Carles Puigdemont ist am Freitag unter Auflagen aus dem Gewahrsam im norddeutschen Schleswig-Holstein entlassen worden. Der 55-Jährige verließ nach zehn Tagen die Justizvollzugsanstalt Neumünster, vor der zahlreiche Journalisten auf ihn warteten. "Die Stunde des Dialogs ist gekommen", sagte er auf Englisch mit Blick auf die spanische Regierung. Die Freilassung gilt als juristisches Debakel für die Regierung in Madrid, die Puigdemont wegen "Rebellion" vor Gericht stellen will.

Regierung plant kein Kopftuch-Verbot an den Universitäten

Wien - Regierungssprecher Peter Launsky-Tieffenthal hat am Freitag klargestellt, dass die ÖVP-FPÖ-Regierung kein Kopftuchverbot bis an die Universitäten plant. Der Weg der Bundesregierung sei klar. Es werde auf Basis des Ministerratsbeschlusses ein Gesetz über ein Kopftuchverbot an Kindergärten und Volksschulen ausgearbeitet, erklärte Launsky-Tieffenthal gegenüber der APA. Vizekanzler Heinz-Christian Strache hatte zuvor auf "Servus TV" erklärt, dass er für eine Ausweitung des Kopftuchverbots auf den gesamten öffentlichen Schulbereich und den öffentlichen Dienst sei.

USA und China verschärfen Ton im Handelsstreit wieder

Washington/Peking - Nach gemäßigten Tönen verschärfen die USA und China ihren Handelsstreit wieder. US-Präsident Donald Trump drohte zusätzliche Zölle auf Importe aus China im Volumen von 100 Milliarden Dollar (81,57 Milliarden Euro) im Jahr an. Als Grund nannte er Chinas "unfaire Vergeltung" auf US-Zolldrohungen. Die Regierung in Peking kündigte am Freitag Gegenmaßnahmen "um jeden Preis" an, sollte Trump sein Vorhaben umsetzen. China warf den USA Arroganz und grobe Verstöße gegen internationales Handelsrecht vor.

Davis-Cup: 1:1 zwischen Russland und Österreich nach Tag 1

Moskau - Dank Debütant Dennis Novak steht es nach dem ersten Tag im Davis-Cup-Zweitrunden-Match der Europa-Afrika-Zone I zwischen Russland und Österreich 1:1. Der Tennis-Profi aus Niederösterreich besiegte am Freitag im Auftaktmatch in Moskau den russischen Topspieler Andrej Rublew sensationell 7:6(5),6:4. Im Anschluss war Sebastian Ofner aber beim 1:6,2:6 gegen Daniil Medwedew völlig chancenlos.

Wiener Börse geht schwächer ins Wochenende

Wien - Die Wiener Börse hat sich mit schwächeren Notierungen ins Wochenende verabschiedet. Der ATX fiel am Freitag um 0,88 Prozent auf 3.452,24 Punkte. Auf der Stimmung lastete europaweit der sich immer mehr zuspitzende Handelsstreit zwischen den USA und China. Am Nachmittag richtete sich die Aufmerksamkeit auf den US-Jobreport für März. Die US-Wirtschaft hat im vergangenen Monat überraschend wenig neue Jobs geschaffen.

(Schluss) ral/vef/bel

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