14.03.2020 05:30:00
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APA - N A C H R I C H T E N Ü B E R B L I C K
Wien/Österreich-weit - Österreich setzt im Kampf gegen das Coronavirus auf drastische Maßnahmen: Die Orte Galtür, Ischgl, See und Kappl im Paznauntal sowie St. Anton am Arlberg wurden unter Quarantäne gestellt, nicht essenzielle Geschäfte müssen für eine Woche schließen, und Lokale dürfen nur mehr bis 15.00 Uhr offen haben. Nachweislich infiziert mit dem Virus waren Freitagnachmittag 504 Personen. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) betonte bei der Präsentation der Maßnahmen, dass das soziale Leben ab Montag auf ein Minimum reduziert werden müsse: "Österreich wird nicht auf Dauer, aber doch auf Zeit auf Minimalbetrieb herunterfahren müssen."
Bundespräsident appelliert in Corona-Krise an Zusammenhalt
Wien - Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat sich am Freitagabend in der Corona-Krise an die Bevölkerung gewandt. "Wir müssen jetzt gemeinsam durch diese Situation durch", sagte er in einer Fernsehansprache und rief dazu auf, die Empfehlungen von Regierung und Experten ernst zu nehmen. Es gehe darum, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, damit das Gesundheitssystem weiter funktionieren kann. "Die Corona-Krise betrifft uns alle", so Van der Bellen. "Und wir alle können etwas tun. Ganz konkret. (...) Indem wir auf uns achten. Und auf andere."
Corona-Krisengesetze werden am Sonntag beschlossen
Wien - Die Krisengesetze zum Coronavirus werden am Sonntag vom Nationalrat beschlossen. Bis dahin ist ein wahrer Sitzungsmarathon im Hohen Haus angesetzt. Was genau beschlossen wird, sollte spätestens am Samstagvormittag feststehen. Bis dahin soll die Opposition die Gesetzesvorlagen erhalten. Dass die Zeit so drängt, hängt damit zusammen, dass die geplanten Verbote - also der eingeschränkte Verkauf im Handel sowie die Restriktionen in der Gastronomie - schon am Montag in Kraft treten sollen. Heikel sind etwa Entschädigungsfragen für betroffene Gebiete.
Trump ruft wegen Coronavirus Notstand aus
Washington - US-Präsident Donald Trump ruft wegen der Ausbreitung des Coronavirus in den USA einen nationalen Notstand aus. Mit der Maßnahme würden weitere Bundesmittel in der Höhe von bis zu 50 Milliarden Dollar (43,90 Mrd. Euro) zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 freigesetzt, sagte Trump am Freitag bei einer Pressekonferenz. Unterdessen einigten sich die oppositionellen Demokraten nach Angaben von Oppositionsführerin Nancy Pelosi mit der Regierung von Präsident Trump auf ein Hilfspaket wegen der Coronavirus-Krise. Pelosi hatte bereits zuvor ein Gesetz angekündigt, das unter anderem kostenlose Tests ermöglichen soll.
WHO-Chef Tedros: Europa jetzt Epizentrum der Coronavirus-Pandemie
Genf/Peking/Seoul - Europa ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jetzt weltweit die am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Region der Welt. In Europa würden mehr Infektionen und Todesfälle gemeldet als in allen anderen Ländern außerhalb Chinas zusammen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. "Europa ist jetzt zum Epizentrum der Covid-19-Pandemie geworden." Tedros rief alle Länder der Welt auf, weiter rigoros gegen die Ausbreitung zu kämpfen, Infizierte zu finden, zu isolieren, Kontaktpersonen der Infizierten zu überwachen und Abstand zu anderen Menschen zu halten.
Coronavirus: Arbeitszeitflexibilisierung wird erweitert
Wien - Das Arbeitsministerium erweitert wegen der Corona-Krise die Arbeitszeitflexibilisierung. Nachdem für Mitarbeiter von Krankenhäusern, Laboren und Telefonhotlines bereits Abweichungen von geltenden Arbeitszeitbestimmungen ermöglicht worden waren, wird dieser Erlass nun auf weitere Berufsgruppen, bei denen es notwendig ist, ausgedehnt. "Wie im Gesundheitsbereich ist es auch in anderen Bereichen - etwa bei der Polizei, der Energieversorgung, im Lebensmittelhandel und in Apotheken - wichtig und notwendig, dass Arbeitszeitgrenzen vorübergehend überschritten werden dürfen", so Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP).
Fluggesellschaft KLM streicht bis zu 2.000 Jobs
Amsterdam - Die Fluggesellschaft KLM streicht bis zu 2.000 ihrer 35.000 Arbeitsplätze. Das niederländische Tochterunternehmen von Air-France-KLM begründete den Schritt am Freitag mit Geschäftseinbußen durch den Coronavirus-Ausbruch. KLM-Chef Pieter Elbers erklärte, die Arbeitszeiten für sämtliche Mitarbeiter würden um ein Drittel verkürzt. Im zweiten Quartal könnten 30 bis 40 Prozent aller Flüge annulliert werden. KLM kündigte an, die niederländische Regierung um Hilfe zu bitten. Die deutsche Lufthansa erwartet für 2020 einen deutlichen Ergebnisrückgang und will für das abgelaufene Geschäftsjahr die Dividende streichen, wie der Konzern mitteilte.
(Schluss) fre
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