17.06.2018 05:33:00

APA - N A C H R I C H T E N Ü B E R B L I C K - 05.30 Uhr

Van der Bellen und Kurz fordern volle Aufklärung nach Berichten über deutsche Spionageaktionen

Wien - Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Bundeskanzler Sebastian Kurz haben nach Berichten über Spionageaktionen des deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND) in Österreich "volle Aufklärung" gefordert. Solche Aktionen würden "auf Dauer das Vertrauen zwischen den Staaten infrage stellen", betonte Van der Bellen bei einem gemeinsamen Presseauftritt. "Ein Ausspionieren unter befreundeten Staaten ist nicht nur unüblich und unerwünscht, es ist auch nicht akzeptabel", so der Bundespräsident.

Verhärtete Fronten im Asylstreit der Union in Deutschland

Berlin - In Deutschland ist im Streit zwischen den Schwesterparteien CDU und CSU über die Zurückweisung von Flüchtlingen an den Grenzen keine Annäherung in Sicht. Innenminister Horst Seehofer (CSU) betonte zwar in einem Interview, seine Partei wolle keine politische Krise auslösen und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht stürzen. In der Sache wich er aber nicht zurück und beharrt darauf, Flüchtlinge an der Grenze zurückzuweisen, wenn sie bereits in einem anderen EU-Staat registriert wurden. Unterdessen bemüht sich Merkel einem Bericht zufolge um ein Asyltreffen mit mehreren EU-Staaten, darunter Österreich, das noch vor dem regulären EU-Gipfel am 28. und 29. Juni stattfinden soll.

Tsipras fordert Schuldenerleichterungen für Griechenland

Athen - Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras hat kurz vor dem möglicherweise entscheidenden Eurogruppen-Treffen für Schuldenerleichterungen für sein Land geworben, damit Griechenland stabiler auf eigenen Beinen stehen könne und einen permanenten Zugang zu den Märkten finde. Die Eurogruppe kommt am Donnerstag mit Experten der EU, der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds zusammen, um über das Ende des dritten Hilfsprogramms für Griechenland zu beraten. Am am Samstagabend hat Tsipras ein Misstrauensvotum im Parlament wegen der Einigung im Namensstreit mit Mazedonien überstanden.

Kolumbianer wählen neuen Präsidenten

Bogota - Die Kolumbianer wählen am Sonntag einen Nachfolger des Präsidenten und Friedensnobelpreisträgers Juan Manuel Santos. Bei der Abstimmung geht es auch um die Zukunft des historischen Friedensabkommens mit der linken Guerillabewegung FARC. Der Favorit Ivan Duque von der rechtsgerichteten Partei Centro Democratico will den Vertrag mit der FARC in wesentlichen Punkten ändern und könnte die Ex-Rebellen damit zurück in den Untergrund treiben. Sein Konkurrent Gustavo Petro aus dem linken Lager hingegen will an dem Abkommen festhalten.

Abgewiesene Flüchtlinge treffen mit drei Schiffen in Spanien ein

Valencia/Rom - Die vor einer Woche von Italien und Malta abgewiesenen Flüchtlinge des Rettungsschiffes "Aquarius" treffen am Sonntag in Spanien ein. Am Hafen Valencias sollen die auf insgesamt drei Schiffe verteilten 629 Migranten zunächst von Angehörigen des Roten Kreuzes empfangen und betreut werden, wie die Regionalregierung am Samstag mitteilte. Die Migranten waren am vergangenen Wochenende aus Seenot gerettet worden.

17 Tote nach Tränengasgranaten-Explosion in Club in Venezuela

Caracas - Nach der Explosion einer Tränengasgranate in einem Nachtclub in Venezuela sind mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. In einem Streit habe ein Minderjähriger in dem Club "Los Cotorros" in der Hauptstadt Caracas die Granate gezündet, sagte Innenminister Nestor Reverol am Samstag. Über 500 Menschen hätten den Veranstaltungsort daraufhin fluchtartig verlassen. Durch die Massenpanik starben 17 Menschen.

Taxifahrer fuhr auf Gehweg und verletzte sieben Menschen in Moskau

Moskau - Ein Taxifahrer ist am Samstag in Moskau in eine Menschengruppe gefahren und hat sieben Menschen verletzt. Der Fahrer habe offenbar die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, erklärte die Polizei am Samstag. Der Vorfall ereignete sich unweit des Roten Platzes. Der Fahrer wurde festgenommen. Laut Berichten gab der Taxifahrer an, seit zwei Tagen pausenlos Fußballfans durch Moskau gefahren zu haben und übermüdet gewesen zu sein. Er sei versehentlich auf das Gaspedal anstatt auf das Bremspedal getreten.

(Schluss) hf

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