27.04.2014 18:14:58
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Allg. Zeitung Mainz: Mühsamer Weg - Kommentar zum Rückgang der Organspenden
Die Hoffnung von Medizinern und Betroffenen liegt nach dem Skandal auf einer neuen Form von Transparenz und Kontrolle, auf einer umfassenden Aufklärung der Bevölkerung und auch auf dem Einsatz von Transplantationsbeauftragten an den Kliniken, damit potenzielle Spender als solche erkannt und die Abläufe besser organisiert werden. Ob das alles ausreichen wird, um wieder mehr Organspenden zu erhalten, kann heute niemand beantworten. Längst gibt es Stimmen aus der Medizin, die darauf hinweisen, dass es ohnehin nie genügend Spender geben kann und der Fokus stärker auf alternative Therapien gelegt werden müsse. Denn nur nach der Diagnose Hirntod, die in Deutschland etwa 2000 Mal im Jahr erfolgt, können überhaupt Spenderorgane entnommen werden. Aber auch mit dem Thema Hirntod muss in der Öffentlichkeit ehrlicher umgegangen werden. Denn den wenigsten ist bewusst, was das bedeutet: Die Hirnfunktionen sind unumkehrbar ausgefallen, doch der Körper wird für die Organentnahme weiter künstlich am Leben erhalten. Ein solches Ende ist für manche Menschen nicht vorstellbar - auch wenn es schmerzt, müssen wir das respektieren.
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