06.03.2020 17:50:49
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Aktien Schweiz: Ausverkauf
ZÜRICH (Dow Jones)--Nach den Verlusten des Vortages ist der schweizerische Aktienmärkten am Freitag richtig unter die Räder geraten. Die Sorgen über die anhaltende Ausbreitung des Coronavirus ging immer stärker in Rezessionsängste über - befeuert durch eine steigende Anzahl warnender Unternehmen. In der Schweiz hatte sich die Ausbreitung der Seuche beschleunigt.
Vor dem Wochenende bauten Anleger Risikopositionen ab und verkauften daher Aktien. Selbst ein überraschend positiver US-Arbeitsmarktbericht lieferte keine Unterstützungen für die Börsen - ein eher seltenes Phänomen. Einen Gewinner der Anlegersorgen stellte der Franken, der zu Dollar und Euro aufwertete und damit den eidgenössischen Aktienmarkt zusätzlich belastete.
Der SMI verlor 4 Prozent auf 9.737 Punkte und schloss damit wieder unter der Marke von 10.000 Zählern. Alle 20 SMI-Werte zählten zu den Kursverlierern. Umgesetzt wurden 123,95 (zuvor: 93,16) Millionen Aktien.
Verkauft wurde in der Schweiz querbeet, es ließen sich kaum Sektortrends ausmachen. Mit Sika (minus 6,5 Prozent) stand ein konjunkturzyklischer Wert am Ende des SMI-Tableaus, allerdings fanden sich dort auch defensive Titel wie Roche mit minus 4,6 Prozent.
Mit den weiter gesunkenen Rentenrenditen und Marktzinsen zählten Bankenwerte erneut zu den Verlierern, allerdings fielen ihre Kursabschläge auch nicht deutlicher als bei anderen Branchen aus. Credit Suisse und UBS fielen um 4,1 bzw. 3,1 Prozent - die Kurse rutschten jeweils unter die Marke von 10 Franken. Julius Bär gaben 2 Prozent ab. Der Sektorindex der europäischen Banken hat in zwei Wochen 23 Prozent an Wert eingebüßt. Er notierte auf dem niedrigsten Stand seit der Finanzkrise 2009. Unter den Versicherungstiteln verbilligten sich Swiss Re, Swiss Life und Zurich Insurance um bis 4 Prozent.
Unter den Nebenwerten ermäßigten sich Landis+Gyr um 6,9 Prozent. Der Hersteller von Stromzählern berief überraschend Werner Lieberherr zum neuen Chef. Immer mehr Fluggesellschaften streichen wegen des Einbruchs der Buchungen und aufgrund von Reiserestriktionen ihr Angebot zusammen. Die Deutsche Lufthansa mit ihrer Tochter Swiss kündigte eine Senkung der Kapazitäten um bis zu 50 Prozent an. Flughafen Zürich sanken um 3,9 Prozent, obwohl die UBS die Aktie hochgestuft hatte.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/flf/ros
(END) Dow Jones Newswires
March 06, 2020 11:51 ET (16:51 GMT)
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Sika AG | 149,70 | -0,17% | |
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