19.12.2012 14:21:30

Kein Interesse Deutschlands an Euro-Aus Italiens

   Von Beate Preuschoff

   BERLIN--Deutschland will Italiens Verbleib in der Eurozone und hat Überlegungen des früheren Regierungschefs Silvio Berlusconi über ein denkbares Ausscheiden des Landes aus der Eurozone zurückgewiesen. "Das ist ein im negativen Sinne fantastischer Gedanke, dass Italien aus dem Euro austreten könnte", kommentierte Regierungssprecher Steffen Seibert die von Berlusconi erneut ins Spiel gebrachten Vorstellungen zu einem Austritt Italiens aus der Eurozone.

   Seibert machte unmissverständlich deutlich, dass Deutschland und die Bundesregierung an einer solchen Entwicklung kein Interesse habe. "Wir haben allerdings auch überhaupt keine Anzeichen dafür, dass verantwortungsvolle Kräfte in Italien an einen solchen Schritt denken", betonte der deutsche Regierungssprecher.

   Berlusconi hatte am Dienstag gesagt, dass Italien zur Aufgabe der Gemeinschaftswährung gezwungen sein könnte, sollte die Europäische Zentralbank (EZB) nicht größere Vollmachten erhalten, um die staatlichen Refinanzierungskosten zu senken. "Sollte Deutschland keine wirkliche Zentralbank akzeptieren und die Zinsen nicht sinken, dann sind wir aus Wettbewerbsgründen zur Abkehr vom Euro und Rückkehr zu unserer Währung gezwungen", sagte der Ex-Regierungschef, der bei den für Februar erwarteten Parlamentswahlen in Italien erneut antreten will.

   Kontakt zum Autor: beate.preuschoff@dowjones.com

   DJG/bep/chg

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   December 19, 2012 07:50 ET (12:50 GMT)

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