01.07.2013 09:59:35
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ROUNDUP: Siemens steigt ganz aus Telefongeschäft aus - NSN-Anteil geht an Nokia
Um den Verkauf des Anteils an dem 2007 gegründeten Gemeinschaftsunternehmens zu ermöglichen, greift Löscher dem angeschlagenem finnischen Handyhersteller unter die Arme: Vom Kaufpreis fließen erst einmal nur 1,2 Milliarden Euro in bar, den Rest muss Nokia erst später zahlen. Der Preis liegt damit unter den zuletzt spekulierten Größenordnungen: Im Februar wurde der Wert des Unternehmens in einem "FT"-Bericht noch auf etwa fünf Milliarden Euro taxiert. Am Markt kam die Nachricht trotzdem gut an. Die Siemens-Aktie legte zum Handelsstart zwei Prozent zu. Die Nokia-Papiere stiegen in Helsinki um zirka zehn Prozent.
UMBAU ZEIGT ERSTE WIRKUNG
Siemens hinkt bei der Profitabilität hinter den wichtigsten Konkurrenten wie ABB und General Electric (General Electric (GE))
Der Netzwerkausrüster NSN kämpft wie die gesamte Branche seit Jahren mit einem harten Wettbewerb und dem Preisdruck durch die großen Telekomkonzerne. Seit der Gründung steckt NSN in den roten Zahlen. Das Management hatte Anfang 2012 die Reißleine gezogen und harte Einschnitte angekündigt. Dazu gehört auch der Abbau von 17.000 der weltweit 74.000 Arbeitsplätze. Dies zeigte zuletzt Wirkung - der Verlust ging zurück. Zudem stabilisierte sich das Geschäft und der Umsatz sank im ersten Quartal nicht mehr so stark.
PRESSE: NSN PRÜFT PRODUKTIONSAUSLAGERUNG
Nokia Siemens Networks beschäftigte Ende März noch 56.700 Mitarbeiter - davon 6.000 in Deutschland. Das Unternehmen ist hierzulande in 17 Städten vertreten. Über die Zukunft dieser Standorte wurde am Montag nichts konkretes mitgeteilt. Es hieß lediglich, dass NSN eine starke regionale Präsenz in Deutschland behalten will. Das Unternehmen ist einer der größten Telekomzulieferer der Welt. Größte Konkurrenten sind der schwedische Konzern Ericsson (Telefon AB LMEricsson (B)) und die französische Alcatel-Lucent
Ob der Handyhersteller Nokia den Ausrüster auf Dauer im Konzern behält, ist offen. Der Markenname soll auf jeden Fall geändert werden und einem finnischen Zeitungsbericht zufolge soll die Produktion ausgelagert werden. Dabei könnte NSN zwischen 500 und 600 Millionen Euro erlösen, berichtete die Zeitung "Helsingin Sanomat" unter Berufung auf vertrauliche Dokumente. Interessenten für die sechs Werke seien Auftragsfertiger wie Foxconn und Flextronics./zb/stk/kja
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